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Die ultimative Anleitung zur Büro-Diplomatie: Was Sie zu Fans anderer WM-Mannschaften sagen dürfen und was nicht

Football

Bei Finanzdienstleistern arbeiten Mitarbeiter aus aller Herren Länder. Während der Umgang im Arbeitsalltag eigentlich harmonisch verläuft, sorgt die Fußball-WM 2014 doch zum Aufwallen patriotischer Gefühle. Damit sich daraus kein Bürokrieg entwickelt, haben wir zusammengestellt, was Sie zu den Fans anderer Mannschaften sagen dürfen und was tabu ist:

Algerien:

Algerien hofft gerade einmal die Gruppenphase zu überstehen. Dennoch besitzt das nordafrikanische Land mit Sofiane Feghouli und Rayed Mahrez zwei temporeiche Flügelkräfte. Auch der Stürmer Islam Simani besitzt Talent. Da Algerien in eine der schwächeren Gruppen spielt, kann es durchaus erfolgreich sein.

Was Sie sagen dürfen: Falls Ihr Südkorea schlagen könnt, dann ist alles möglich.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ich habe gehört, dass es Euer Trainer sogar geschafft hat, sich selbst in den Hintern zu treffen.

Argentinien:

Mit den Talenten Lionel Messi und Sergio Arguero zählt das südamerikanische Land zu den Favoriten.

Was Sie sagen dürfen: Wow, Messi hat sich nach seiner Auszeit am Ende der vergangenen Saison wieder voll erholt. Im gegnerischen Tor dürfte es so manches mal klingeln.

Was Sie nicht sagen dürfen: Vielleicht könnt Ihr dieses Mal mit Euren Füßen die Tore machen. Lasst die Hände unten.

Australien:

Kaum zu glauben, aber in Australien spielen die Menschen auch Fußball. Allerdings sind sie darin nicht annähernd so gut wie in ihren Nationalsportarten Rugby und Kricket. Darüber hinaus befinden sich die Menschen vom anderen Ende der Welt in der Todesgruppe mit Spanien, den Niederlanden und Chile. Nach dem 5:1 haben die Spanier reichlich Bedarf an Punkten.

Was Sie sagen dürfen: Da habt Ihr aber ein paar harte Nüsse zu knacken.

Was Sie nicht sagen dürfen: Habt Ihr schon die Rückflugtickets gebucht? Wer rechtzeitig bucht, kann bei der Strecke viel Geld sparen.

Belgien:

Viele der belgischen Spieler haben sich schon Sporen in der britischen Premier League verdient. Allerdings scheinen die ganz großen Talente zu fehlen.

Was Sie sagen dürfen: Ihr habt viel Potenzial.

Was Sie nicht sagen dürfen: Viel Spaß, wenn der Druck erst einmal kommt.

Brasilien:

Brasilien ist nicht nur der Gastgeber mit Heimvorteil, sondern auch der Favorit in nahezu allen Vorhersagen – inklusive der Einschätzung von Goldman Sachs (ja, so etwas gibt es).

Was Sie sagen dürfen: Euer Team kombiniert körperliche Kraft mit spielerischem Können.

Was Sie nicht sagen dürfen: Wie viel kostet Euch der ganze Spaß? Das viele Geld muss doch irgendwie in der Wirtschaft ankommen.

Bosnien-Herzegowina:

Der Star der Mannschaft ist Edin Dzeko von Manchester City und er dürfe es auch in 2014 in so manchem Tor klingeln lassen.

Was Sie sagen dürfen: Eine kühne Aufstellung, das kann klappen oder nicht.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ich wette Dzeko spielt sogar mit zwei gebrochenen Beinen.

Chile:

Mit Spanien und den Niederlanden befindet sich Chile in der Todesgruppe. Allerdings dürften sie es den Gegnern mit ihrem temporeichen Spiel nicht allzu einfach machen.

Was Sie nicht sagen dürfen: Wenn Pele Chile hoch einschätzt, dann mache ich das auch.

Was Sie nicht sagen dürfen: Im Vergleich zu Brasilien müsst Ihr noch einiges dazulernen.

Costa Rica:

Gilt gemeinhin als eine der schwächeren Mannschaften in der WM, wobei sie in der Gruppe D auf Italien, Uruguay und England treffen.

Was Sie sagen dürfen: Wenn Ihre eine gute Verteidigung habt, dann könnt Ihre einige gute Gegenoffensiven vorbringen.

Was Sie nicht sagen dürfen: Oh, ich lieben Euren Kaffee.

Deutschland:

Selbst die Briten gestehen ein, dass die Deutschen über ein höchsttalentiertes Team verfügen und rechnen damit, dass sie es mit deutscher „Effizienz“ weit bringen.

Was Sie sagen dürfen: Ihr schafft es bestimmt bis ins Finale.

Was Sie nicht sagen dürfen: Die Einführung der Torlinien-Technologie ist überfällig.

Ecuador:

Obgleich Ecuador unter den südamerikanischen Teilnehmern zu den Außenseitern zählt, strebt man ehrgeizig das Halbfinale an. Die 2:1 Niederlage gegen die Schweiz stellt hierfür allerdings kein gutes Omen dar.

Was Sie sagen dürfen: Mit den klimatischen Voraussetzungen dürfte Euer Team gut zurechtkommen, was so gut wie immer ist.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ich habe gehört Ihr habt eine Menge schlaksiger Spieler.

Elfenbeinküste:

Obgleich die meisten Spieler der Elfenbeinküste schon ein wenig betagt sind, verfügt es doch über einige Talente wie Yaya Toure. Überdies zählt die Gruppe zu den leichteren.

Was Sie sagen dürfen: Eure letzte Chance, aber ich glaube, Ihr schafft es.

Was Sie nicht sagen dürfen: Nimmt Kolo Toure immer noch die Diätpillen seiner Frau?

England:

Die Deutsche Bank zeigt sich äußerst diplomatisch und meint, die Engländer werden die WM gewinnen – dank der vielen erfahrenen Spieler von Liverpool.

Was Sie sagen dürfen: Falls Ihr es durch die Gruppenphase schafft, dann habt Ihr Glück gehabt.

Was Sie nicht sagen dürfen: Rooney sieht ein wenig fett aus.

Frankreich:

Wieder einmal gelangten die Franzosen nur durch die Play-Offs in die WM. Da sie sehr wohl über einige Talente verfügen und mit einer besonders leichten Gruppe gesegnet sind, könnten sie dennoch relativ weit kommen – allerdings nur wenn sie sich nicht gegenseitig bekämpfen.

Was Sie sagen dürfen: Falls Eure Spieler tatsächlich ihr Talent umsetzen können, dann könnt Ihr es weit bringen.

Was Sie nicht sagen dürfen: Wie lautet das französische Wort für Implosion?

Ghana:

Ghana verfügt über ein beachtliches Team, muss aber in der Vorrunde gegen Deutschland, Portugal und die USA bestehen.

Was Sie sagen dürfen: Ihre seid schnell, kräftig und erfahren – macht Euch um Ronaldo keine Sorgen.

Was Sie nicht sagen dürfen: Sichere drei Punkte für Deutschland.

Griechenland:

Die Griechen haben in der Qualifizierung gerade einmal zwölf Tore geschossen. Ihre Taktik ist simpel: Sich hinten kompakt aufstellen und auf Chancen warten.

Was Sie sagen dürfen: Solide Verteidigung. Immerhin habt Ihr es schon zum Europameister geschafft.

Was Sie nicht sagen dürfen: Hoffentlich sind Eure Spieler besser als Eure Finanzpolitiker.

Holland:

Ein Albtraum in Orange. Nachdem die Niederländer den amtierenden WM-Titelhalter mit einem 5:1 deklassiert haben, grinsen alle Holländer wie Honigkuchenpferde. Keine Frage, mit den Niederländern ist bei der WM 2014 zu rechnen.

Was Sie sagen dürfen: Da habt Ihr den Spaniern die gebührende Revanche für die Niederlage im WM-Finale 2010 erteilt.

Was Sie nicht sagen dürfen: In der Fifa Weltrangliste rangiert Deutschland auf Platz 2 und Holland auf Platz 15. Wir sorgen dafür, dass das so bleibt.

Honduras:

Honduras zählt nicht zu den Favoriten. Dennoch könnte es mit der physischen Stärke ihres Teams noch für Überraschung sorgen.

Was Sie sagen dürfen: Eure Gruppe stellt eine machbare Herausforderung dar.

Was Sie nicht sagen dürfen: Foulspiel sollte kein Kernkompetenz sein.

Iran:

Die Iraner zählen zu den Außenseitern der diesjährigen WM.

Was Sie sagen dürfen: Euer Team bringt große Leidenschaft mit.

Was Sie nicht sagen dürfen: Euer bester Spieler kommt von Charlton Athletic? (einem englischen Drittliga-Club)

Italien:

Die Italiener zählen traditionell zu den Favoriten und schneiden in internationalen Turnieren regelmäßig gut ab. Es hat allerdings die Tendenz, sich mit wenigen Toren durchzumogeln.

Was Sie sagen dürfen: 1:0 genügt.

Was Sie nicht sagen dürfen: 1990 war ein gutes Jahr.

Japan:

Die Japaner fliegen gerne unter dem Radar. Dabei qualifizierten sie sich im Juni vergangenen Jahres als erste für die WM. Sie sind talentiert und flink.

Was Sie sagen dürfen: Hoffen wir, dass Euer Star Keisuke Honda trifft.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ist Harakiri bei Euch im Fußball üblich?

Kamerun:

Schaffte es trotz einer leichten Gruppe in der Qualifikation nur durch die Play-Offs in die WM 2014. Da auch noch Star Samuel Eto’o nicht dabei ist, fallen die Erwartungen gering aus.

Was Sie sagen dürfen: Ihr habt viele Talente in den europäischen Ligen.

Was Sie nicht sagen dürfen: Spielt eigentlich Roger Milla noch?

Kolumbien:

Im FIFA-Ranking bringt es Kolumbien immerhin auf dem achten Platz, auch wenn es im Team nicht allzu viele klingende Namen gibt.

Was Sie sagen dürfen: Ihr schafft es durch die Gruppenphase. Danach ist es Glückssache.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ich hoffe, dass Euer Team sich nicht von all den weißen Linien irritiert fühlt.

Kroatien:

Die Kroaten haben damit zu kämpfen, dass sich alle Blicke in der Gruppe nur auf Brasilien richten, gegen das Kroatien bereits 3:1 verloren hat. Dennoch könnte es noch Überraschungen geben.

Was Sie sagen dürfen: Vergisst das Brasilien-Spiel. Konzentriert Euch auf die anderen beiden Spiele.

Was Sie nicht sagen dürfen: Euer bester Stürmer spielt für Hull City?

Mexiko:

Schaffte es ebenfalls nur durch die Play-Offs nach Brasilien. Beobachter rechnen, dass die teaminternen Spannungen zu Lasten der Performance gehen.

Was Sie sagen dürfen: Fünf Verteidiger – ist das nicht ein wenig viel.

Was Sie nicht sagen dürfen: Wo ist Euer bester Spieler. Ist Carlos Vela verletzt?

Nigeria:

Mit einem Durchschnittsalter von 25,8 Jahren handelt es sich um die zweitjüngste Truppe bei der WM. Allerdings zweifeln Medien immer wieder daran, dass die offiziellen Altersangaben der nigerianischen Spieler tatsächlich stimmen. Auch wenn einige Spieler Erfahrungen aus der englischen Premier League mitbringen, sind die Erwartungen doch ziemlich gering.

Was Sie sagen dürfen: Euer Torwart ist exzellent. Er könnte DER Spieler der WM werden.

Was Sie nicht sagen dürfen: War Yakubu nicht schon 45 Jahre alt in Südafrika.

Portugal:

Obgleich die Mannschaft seit dem letzten Tournier nachgelassen hat, schafft es das Land noch auf Platz vier der Fifa-Weltrangliste.

Was Sie sagen dürfen: Eure Spieler sind aufregend und alles ist möglich.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ronaldo ist schon ein wenig heruntergekommen, nicht wahr?

Russland:

Russland-Coach Fabio Capello hat mit dem englischen Team in 2014 eine traurige Performance vorgelegt und wurde letztlich von Deutschland nachhause geschickt. Es dürfte spannend werden, ob ihm mit Russland ein überzeugenderer Auftritt gelingt.

Was Sie sagen dürfen: Capello hat sicherlich einiges für die Schlagkraft Russlands unternommen.

Was Sie nicht sagen dürfen: Hier spielt Ihr nicht gegen die Ukraine.

Südkorea:

Im Angriff stark, aber ein wenig schwach in der Verteidigung. Das junge Team hatte allerdings während der Qualifikation zu kämpfen.

Was Sie sagen dürfen: In 2002 habt Ihr es immerhin ins Halbfinale geschafft.

Was Sie nicht sagen dürfen: Kommt Kim Jong-un zu den Spielen?

Spanien:

Der amtierende Titelbesitzer und immer noch die Nummer 1 der Fifa-Weltrangliste. Seit der krachenden Niederlage von 5:1 gegen die Niederlande hat das Land seinen Favoritenstatus allerdings verloren.

Was Sie sagen dürfen: Großartiger Sieg gegen die Niederlande in 2010.

Was Sie nicht sagen dürfen: Am vergangenen Freitag habe ich erstmals mein oranges T-Shirt getragen.

Schweiz:

In der Fifa-Weltrangliste rangiert die Schweiz überraschenderweise auf dem sechsten Platz. Nach dem 2:1-Sieg über Ecuador ist die Chance gestiegen, dass die Eidgenossen die Gruppenphase überstehen. Dabei werden die Schweizer vom deutschen Trainer Otmar Hitzfeld gecoacht.

Was Sie sagen dürfen: Tolle Leistung.

Was Sie nicht sagen dürfen: Nach Deutschland seid Ihr meine zweitliebste Mannschaft.

Uruguay:

Uruguay befindet sich mit England und Italien in einer wahren Todesgruppe. Allerdings hält so mancher Beobachter das kleine südamerikanische Land für einen Geheimfavoriten.

Was Sie sagen dürfen: Ihr habt mittlerweile sehr gute Spieler.

Was Sie nicht sagen dürfen: Liegt Urugay in Afrika?

Vereinigte Staaten:

Auch die USA setzen mit Jürgen Klinsmann auf einen deutschen Coach. Allerdings haben die Vereinigten Staaten mit Deutschland und Portugal eine schwierige Gruppe erwischt. Da Fußball in den USA nur ein Außenseitersport ist, dürfte die Unterstützung aus der Heimat schwach ausfallen.

Was Sie sagen dürfen:  Klinsi wird’s schon richten.

Was Sie nicht sagen dürfen: Ich noch nie von einem Eurer Spieler gehört.

Kommentare (1)

Comments
  1. Gute Schulung in Diplomatie – nicht nur für Anfänger.

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