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Dramatischer Einbruch im Investment Banking der HVB: Kommt jetzt der Personalabbau?

Steht ein Kahlschlag an? (Foto: iStocks)

Steht ein Kahlschlag an? (Foto: iStocks)

Die Hypo Vereinsbank (HVB) konnte in den zurückliegenden Jahren regelmäßig mit ansehnlichen Ergebnissen glänzen. Doch jetzt erreicht die Krise im Investment Banking auch die bayrische Hauptstadt. So brachen die Erträge im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro ein. Der Vorsteuergewinn halbierte sich auf 296 Mio. Euro, wie aus den am heutigen Dienstag (13. April) vorgelegten Quartalszahlen hervorgeht.

Verantwortlich für das traurige Ergebnis war vor allem das Corporate & Investment Banking. Hier purzelten die Erträge um 18 Prozent auf 544 Mio. Euro. Dagegen kletterte der Verwaltungsaufwand der Sparte um über 50 Mio. auf 373 Mio. Euro. Unter dem Strich halbierte sich der Vorsteuergewinn im ersten Quartal auf schmale 150 Mio. Euro.

Infolge dessen schoss die Aufwands-Ertrags-Quote im Investment Banking von sehr guten 48,1 auf immer noch akzeptable 68,7 Prozent in die Höhe. Für jeden Euro Ertrag musste die HVB also fast 69 Cent auf den Tisch legen.

Die HVB führte den Einbruch vor allem auf das niedrige Zinsniveau zurück. „Das ist auch an uns nicht spurlos vorübergegangen – vor allem in Corporate & Investment Banking, wo eine verhaltene Nachfrage im Großkreditgeschäft und bei strukturierten Finanzierungen zu verzeichnen war“, sagte Bankchef Theodor Weimer.

Den Einbruch dürften die Investmentbanker auch am eigenen Portemonnaie zu spüren bekommen. Zwar legte der Personalaufwand der Sparte um 6 auf 126 Mio. Euro zu. Allerdings wird in diesem Bereich seit dem vergangenen Jahr der Windparkbetreiber Bard konsolidiert, was die Verwaltungskosten künstlich die Höhe getrieben hat. Es bleibt spannend, ob Weimer auf die bislang ungekannte Ertragsschwäche im Investment Banking mit Personalanpassungen reagieren wird.

Dagegen verlief die Entwicklung im Filialgeschäft unspektakulär. Erträge und Vorsteuergewinn blieben mit 631 bzw. 110 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand ging in dem Geschäftsbereich leicht um 8 auf 185 Mio. Euro zurück. Dies dürfte an dem Personalabbau liegen. Denn die Mitarbeiterzahl der gesamten HVB Gruppe verminderte sich um 333 auf 19.759 Beschäftigte.

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