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Rohstoffriese legt erstmals Ergebnisse vor: Lohnt es sich für Trafigura zu arbeiten?

Aluminiumlager von Trafigura

Aluminiumlager von Trafigura

Um die Rohstoffhändler-Branche der Schweiz ranken sich wilde Gerüchte. So sollen die Unternehmen ihre Finger in diversen obskuren Deals in den Entwicklungsländern haben und die Mitarbeiter Unsummen verdienen. Befeuert wurden die Gerüchte von der Tatsache, dass kaum eines der Unternehmen seine Geschäftszahlen veröffentlichte.

Niedrige Gehälter…

Nach Glencore wagt jetzt auch der Rohöl- und Metall-Riese Trafigura den Schritt an die Öffentlichkeit und legt seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2013 vor, das am 30. September endete. Auf den ersten Blick scheint es in den Portemonnaies der Mitarbeiter gar nicht so laut zu klingeln. Demnach strich ein durchschnittlicher Angestellter lediglich 63.000 US-Dollar ein. Wenn man Sozialabgaben, Mitarbeiter-Aktienprogramm usf. hinzurechnet, vermehrt sich der Personalaufwand pro Kopf auf lediglich knapp 78.000 US-Dollar.

Weltweit beschäftigt Trafigura derzeit knapp 8800 Mitarbeiter, was immerhin 300 mehr als im Vorjahr waren. Davon arbeiteten gut 3900 in Europa und Afrika, 2800 in Nord- und Südamerika sowie gut 2000 in Asien, dem Mittleren Osten und Australien. Knapp 4700 waren im Öl- und Gasgeschäft tätig und gut 3200 im Nichteisenmetall und Schüttgut-Geschäft. Der Rest arbeitet in der Unternehmensverwaltung sowie in anderen Bereichen.

… hohe Umsätze…

Die Umsätze fallen bei Trafigura hingegen schwindelerregend aus. So generierte der Konzern Erträge in Höhe von 133 Mrd. US-Dollar, was 10 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Der Reingewinn verdoppelte sich auf 2,2 Mrd. Dollar. Hierin ist allerdings ein Sondergewinn über 1,4 Mrd. Dollar aus der Veräußerung einer Unternehmensbeteiligung enthalten.

Das Volumen der gehandelten Rohöl- und Petroleum-Produkte kletterte um 15 Prozent auf 118 Mio. Tonnen. Dagegen purzelte die Menge der gehandelten Nichteisenmetalle um 6 Prozent auf 33 Mio. Tonnen. Aufgrund von in 2013 getätigten Investitionen rechnet Trafigura in 2014 wieder mit einem Umsatzwachstum im Metallhandel.

… und gewaltige Gewinnbeteiligung

Trotz der erstmals veröffentlichten Geschäftszahlen spielt Trafigura nicht mit dem Gedanken, an die Börse zu gehen. „Wir wollen ein Privatunternehmen bleiben, das von den Mitarbeitern besessen wird“, sagte Trafigura Finanzchef Pierre Lorinet. Dies bedeutet jedoch auch, dass die Milliardengewinne offenbar den Mitarbeitern zustehen. Rein rechnerisch entfällt somit auf jeden der knapp 8800 Mitarbeiter ein Reingewinn von über 248.000 Dollar. Ganz falsch scheint das Gerücht vom großen Geld im Rohstoffhandel also nicht zu sein.

Quelle: Trafigura-Geschäftsbericht 2013

Quelle: Trafigura-Geschäftsbericht 2013

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