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Goldman Sachs meldet ernüchterndes Ergebnis: Gehälter im Rückwärtsgang

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Keine goldenen Zeiten bei Goldman Sachs. Im dritten Quartal stürzten die Erträge im Investmentbanking gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf nur noch 6,7 Mrd. US-Dollar ab, wie die US-Investmentbank heutigen Donnerstag (17. Oktober) berichtete.

Hauptverantwortlich für das Desaster war der Einbruch im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC), wo die Erträge um 44 Prozent auf nur noch 1,2 Mrd. Dollar zurückgingen. Über alle drei Quartale purzelte die FICC-Erträge um 12 Prozent auf 6,9 Mrd. Dollar. Die Gesamterträge in den ersten neun Monaten liegen mit 25,4 Mrd. Dollar magere 2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Von Personalabbau keine Spur

Trotz der bescheidenen Ergebnisentwicklung betreibt Goldman Sachs noch keinen Personalabbau. Gegenüber Ende Juni erhöhte sich die Mitarbeiterzahl sogar um 900 auf 32.600 Beschäftigte, was ein Plus von 3 Prozent bedeutet. Entweder hat sich die Bank also in der Vergangenheit von schwach performenden Mitarbeitern getrennt und versucht jetzt die entstandenen Lücken zu füllen oder aber die neu eingestellten Absolventen schlagen sich in diesen Zahlen nieder.

Die Gehälter zeigen nach unten

Dagegen müssen die Mitarbeiter die Gürtel ein wenig enger schnallen. So purzelten die Personalkosten im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 2,4 Mrd. Dollar. Der Anteil der Vergütungen an den Erträgen verminderte sich von 44 auf 35 Prozent. Mithin streicht jeder Mitarbeiter von Goldman Sachs für das dritte Quartal rein rechnerisch nur noch 73.000 Dollar anstatt von 113.000 Dollar in 2012 ein.

Die gesamten Personalkosten belaufen sich im laufenden Jahr auf 10,4 Mrd. Dollar, ein Minus von 5 Prozent. Somit ließ sich das Unternehmen jeden Mitarbeiter in den ersten neun Monaten 319.700 Dollar kosten; in 2012 waren es noch 336.400 Dollar gewesen. Der Anteil der Personalkosten an den Erträgen gab von 44 auf 41 Prozent nach.

Equity Capital Markets erholt sich

Das Aktiengeschäft scheint indes wieder runder zu laufen. In Equity Capital Markets stiegen die Erträge in den ersten neun Monaten um 52 Prozent auf 1,04 Mrd. Dollar. Debt Capital Markets legte um 35 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar zu. Dagegen gab das M&A-Geschäft um 5 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar nach.

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