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Fünf Gründe, wieso Recruiter wahre Engel sind

Photo by epSos.de

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Finanzdienstleistungs-Recruiter haben mit einem ernsthaften Imageproblem zu kämpfen. Besonders in einem Marktumfeld, in dem es mehr Bewerber als offene Stellen gibt, ziehen sie oftmals den Ärger der Kandidaten auf sich. Dennoch gibt es auch einige Gründe, wieso Recruiter keinen so schlechten Ruf verdienen – eine kleine Liebeserklärung an einen unterschätzten Berufsstand:

1. Recruiter erteilen kostenlose Karriereratschläge

Die Arbeit eines Headhunters in den Finanzdienstleistungen besteht nicht allein darin, Kandidaten in irgendeinen Job hineinzupressen. Vielmehr geht es darum, sich mit Kandidaten zusammenzusetzen, ihnen einen Kaffee zu spendieren und ihren Fall mit ihnen durchzusprechen. Nichts davon muss ein Kandidat bezahlen.

„Wir bieten eine kostenlose Dienstleistung“, sagt der Chef eines auf Finanzdienstleistungen spezialisierten Recruitmentunternehmens aus London. „Die Kandidaten zahlen uns keinen Cent und leisten eine Menge Arbeit für sie.“

Allerdings streichen Headhunter für jeden vermittelten Kandidaten eine – mehr oder weniger – stattliche Gebühr ein. Doch reicht das aus? „Wir treffen und beraten viel mehr Kandidaten als wir platzieren“, betont der Recruiter.

„Manchmal kommt man sich wie ein Coach vor“, ergänzt die Recruiterin Julia Tustian von Shepherd Little in London. „Wir verschicken nicht nur Lebensläufe, sondern wir bieten eine Beratungsleistung. Wir fragen sämtliche Kandidaten, wieso sie sich nach einem neuen Job umsehen, wieso sie wirklich wechseln wollen. Wir versuchen ihnen Ratschläge zu geben, anstatt nur ihre Lebensläufe für Jobs zu versenden, auf die sie passen könnten.“

2. Recruiter verzichten auf Geld

Oft verdienen Recruiter nur dann eine Gebühr, wenn sie tatsächlich einen Kandidaten auf eine Stelle vermitteln. Dennoch werden sie vielen Kandidaten von der Annahme eines Jobs abraten, wenn es nicht im Interesse eines Kandidaten ist. „Über die Gebühren verdienen wir Geld. Dennoch gibt es Fälle, als ich davon abgeraten habe, eine neue Stelle anzunehmen, wenn ich denke, dass sie bereits einen guten Job haben oder sie nur für das Geld wechseln würden“, sagt Tustian.

Headhunter Simon Head von Correlate Search in London gibt sogar an, dass er Kandidaten gelegentlich direkt mit den potenziellen Kunden in Kontakt gebracht und sich damit selbst aus dem Geschäft katapultiert habe. „Wenn ich weiß, dass eine spezielle Bank Einstellungen vornimmt und nicht über das Geld verfügt, einen Recruiter zu bezahlen, dann stelle ich die Verbindung her.“

3. Recruiter nehmen Kandidaten den Umgang mit schwierigen Arbeitgebern ab

Falls tatsächlich ein Arbeitgeber einen unmöglichen Suchauftrag erteilt, dann ist nicht etwa der Recruiter daran schuld. Laut Tustian hegen Arbeitgeber teilweise unrealistische Erwartungen. Dann läge es an den Recruitern, die Anforderungen der Arbeitgeber den Realitäten anzupassen. Dies stelle allerdings oft keinen Zuckerschlecken dar.

4. Recruiter bringen die Bewerbungsunterlagen von Kandidaten auf Vordermann

Nur weil Kandidaten Wochen darauf verwendet haben, einen super-langen Lebenslauf zu verfassen, der jede Leistung seit der Grundschule minutiös erfasst, verschafft ihnen einen solches Dokument noch lang keinen neuen Job. Ein guter Recruiter respektiert die Vorarbeit eines Kandidaten und bringt diese in eine überzeugendere Form.

„Wir verfassen immer ein eigenes Kandidatenprofil“, sagt Headhunter Christian Robbins von Cherry Bull in London. „Unser Profil hebt ihre persönlichen Charakteristika hervor und verleiht ihrer Bewerbung die nötige Farbe.“

5. Recruiter können dem angeschlagenen Ego eines Kandidaten aufhelfen

Nicht alle Recruiter ignorieren die Anrufe und E-Mails von Kandidaten, nur weil diese gerade keinen Job haben. Manche verstehen es als Teil ihrer Aufgabe, arbeitslosen Bewerbern auch emotional über diese schwierige Zeit hinwegzuhelfen. „In 2008 und 2009 verbrachten wir eine Menge Zeit damit, den Leuten zu erzählen, dass es sich nicht um das Ende der Welt handelt“, sagt der Chef des Recruitmentunternehmens. „Wir bauen die Leute immer wieder auf.“

„Ich begleite Leute durch die Zeit ihrer Arbeitslosigkeit“, sagt Head. „Den Arbeitsplatz zu verlieren, stellt einen heftigen Schlag für das Ego. Sie müssen den Leuten helfen, sich wieder aufzuraffen. Manchmal brauchen sie nur ein wenig Unterstützung und eine große Umarmung.“

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