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Blick ins Portemonnaie: Was Managing Directors und Analysten bei führenden Investmentbanken einstreichen

Portemonnaies sollten mehr als nur Ein-Dollarnoten enthalten.

Portemonnaies sollten mehr als nur Ein-Dollarnoten enthalten.

Die Schweizer Jungsozialisten blasen derzeit kräftig in die Alphörner zum Angriff auf gierige Manager. In einem von ihnen initiierten Referendum stimmen die Schweizer am 24. November darüber ab, ob das Verhältnis zwischen den niedrigsten und höchsten Gehältern in einem Unternehmen auf 1:12 begrenzt werden soll.

Doch schon innerhalb der internationalen Investmentbanken gibt es eine Gehaltsspanne, die zum Teil deutlich jenseits von 1:12 liegt. Dabei sind Putzfrauen, Sekretärinnen und die Bankchefs noch nicht einmal berücksichtigt. Es geht lediglich um das Verhältnis der Abteilungsleiter zu den Neueinsteigern frisch von der Uni – im Branchenjargon als Managing Directors und Analysten bezeichnet.

Der Vergütungsdatenspezialist Emolument hat jetzt Daten zu den führenden Investmentbanken herausgerückt, die zeigen, wie hoch die Spanne zwischen der Spitze und dem Boden der Gehaltspyramide ausfällt. Die Daten des britischen Unternehmens dürften indes eher für London als für Frankfurt repräsentativ sein, wo die Beschäftigten deutlich weniger nachhause tragen als in der britischen Hauptstadt. Dennoch sind die Daten überaus interessant. Selbstverständlich wollten die Banken die Richtigkeit der Angaben nicht kommentieren.

1. Crédit Agricole: Managing Directors kassieren 7,4mal mehr als Analysten

Falls Sie bei einer Bank arbeiten wollen, die ein vernünftiges Verhältnis der Gehälter von Managing Directors zu Analysten besitzen, dann sind Sie bei der französischen Bank Crédit Agriclole goldrichtig. Laut den Daten von Emolument kassieren die Analysten aus dem Investmentbanking dort 42.000 Pfund. Dagegen streichen die Managing Directors durchschnittlich 312.000 Pfund ein.

2. HSBC 1:10,5

Bei der britischen Großbank HSBC verdienen die Managing Directors nach eigenen Angaben durchschnittlich 523.000 Pfund. Dagegen müssen sich Analysten mit 50.000 Pfund begnügen.

3. Société Générale 1: 12,2

Laut den Emolument-Daten verdienen die Managing Directors der Socíeté Générale durchschnittlich 384.000 Pfund; bei den Analysten sind es hingegen magere 31.500 Pfund, was im Branchenvergleich äußerst niedrig ist.

4. Goldman Sachs 1:12,4

Goldman Sachs zeigt sich gegenüber seinen Analysten recht großzügig. Die Nachwuchsbanker streichen dort laut Emolument stolze 55.000 Pfund ein. Dagegen sollen die MDs 682.000 Pfund verdienen.

5. JPMorgan 1:14,3

Falls man den Daten von Emolument Glauben schenken darf, dann können sich die MDs bei JPMorgan über 827.000 Pfund freuen. Dagegen kassieren die Analysten „nur“ 58.000 Pfund, was allerdings im Branchenvergleich auch noch üppig ist.

6. Barclays 1:15,8

Im Investmentbanking der britischen Großbank Barclays verdienen die MDs laut dem Datenanbieter durchschnittlich 808.000 Pfund; Analysten hingegen nur 51.000 Pfund.

7. UBS 1:16,2

Die MDs der Schweizer Großbank UBS kommen auf eine durchschnittliche Vergütung von 761.000 Pfund. Die Analysten erhalten indes nur 47.000 Pfund.

8. BNP Paribas 1:16,6

BNP Paribas scheint schlechter als Barclays und die UBS zu zahlen, dennoch fällt das Verhältnis zwischen der Spitze und dem Boden der Gehaltspyramide bei der französischen Großbank ganz ähnlich aus: MDs streichen 548.000 und Analysten 33.000 Pfund ein.

9. Royal Bank of Scotland 1:21,9

Die Royal Bank of Scotland (RBS) steht im Ruf, ihre Mitarbeiter finanziell an die kurze Leine zu nehmen. Doch so ganz scheint dies nicht zuzutreffen, denn laut Emolument streichen die MDs durchschnittlich 986.000 Pfund ein. Dagegen sind es bei den Analysten gerade einmal 45.000 Pfund.

10. Morgan Stanley 1:23,2

Nach den Daten von Emolument bezahlt die US-Investmentbank ihre MDs mit 1,16 Mio. Pfund ausgezeichnet. Für die Analysten lässt Morgan Stanley indes durchschnittlich 50.000 Pfund springen, was auch nicht schlecht ist. Unter dem Strich liegt das Verhältnis von MDs zu Analysten bei stolzen 1:23.

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