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Was Julius Bär für Mitarbeiter springen lässt

Julius Bär-Chef Boris Collardi will das Wealth Mangement von Bank of America Merrill Lynch. (Montage: eFinancialCareers.ch)

Julius Bär-Chef Boris Collardi will das Wealth Mangement von Bank of America Merrill Lynch. (Montage: eFinancialCareers.ch)

Die Präsentation der Geschäftsergebnisse stellt eine hohe Kunst dar, die auch die Zürcher Privatbank Julius Bär meisterhaft beherrscht. So meldet das Unternehmen gleich zwei Zahlen zum Vorsteuergewinn. Laut dem „adjustierten“ Gewinn hat Julius Bär in den ersten sechs Monaten 318,8 Mio. Franken verdient, was immerhin 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren.

Nur leider sind in diesen Zahlen die horrenden Kosten für die Integration des International Wealth Management-Geschäfts der Bank of America Merrill Lynch nicht enthalten. Sobald diese Ausgaben berücksichtigt werden, schrumpft der Vorsteuergewinn auf 114 Mio. Franken zusammen, was ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 30 Prozent bedeutet.

Da die Bank ihre Kosten-Ertrags-Quote auf der Basis des besseren „adjustierten“ Gewinns berechnet, hat sich das Verhältnis von 72,3 auf 69,3 Prozent verbessert.

Die verwalteten Kundenvermögen kletterten seit dem Jahresende um 15 Prozent oder 28 Mrd. Franken auf 218 Mrd. Franken, wovon allerdings 24 Mrd. auf die schrittweise Integration der Geschäftsbereiche von Merrill Lynch entfallen.

So wuchs auch der Personalstand binnen Jahresfrist um über 850 Mitarbeiter oder 21 Prozent auf 4505 Beschäftigte per Ende Juni. Pro Kopf ließ das Unternehmen an Gehältern und Boni etwa 90.600 Franken springen, was indes nur ein mageres Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellt.

Trotz des enttäuschenden Gewinns zeigte sich Julius Bär-Chef Boris Collardi zufrieden: „Vor dem Hintergrund einer Erholung der Kundenaktivität und einer besseren Kosteneffizienz hat unsere Gruppe ihre operative Leistung im ersten Halbjahr 2013 deutlich verbessert. Gleichzeitig haben wir bei der IWM-Integration enorme Fortschritte erzielt. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir unser Ziel, bis Ende dieses Jahres 80 Prozent der anvisierten IWM-Kundenvermögen bei Julius Bär auszuweisen, erreichen werden.“

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