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Deutsche Bank schafft bis zu 110 Stellen im Research

Die Deutsche Bank bläst zur Einstellungsoffensive in ihrem Research. „Wir werden das DB Research deutlich vergrößern“, sagte Deutsche Bank Head of Research David Folkerts-Landau der „Welt am Sonntag“. In einem ersten Schritt werde die Abteilung von 90 auf 150 Mitarbeiter aufgestockt – langfristig könnten es auch 200 werden. Die Deutsche Bank wollte auf Anfrage indes nicht verraten, welche Profile konkret gesucht werden. Auch auf der Unternehmenswebsite finden sich noch keine entsprechenden Jobofferten.

Darüber hinaus will die Deutsche Bank ihre diversen Research-Aktivitäten stärker bündeln. „Alle Analysen, die für das Geschäft der Bank insgesamt relevant sind, kommen künftig von DB Research“, erläuterte Folkerts-Landau.

Gruppenweit seien rund 1300 Mitarbeiter mit Research-Aufgaben betraut. Einige hundert seien allein damit beschäftigt, unzählige Aktien zu analysieren. „Wir werden unserer Expertise in Deutschland und Europa vertiefen“, betonte Folkerts-Landau. Diese Aussage spricht dafür, dass der Stellensegen nicht allein den Schwellenländern zugutekommt.

„Mich wundert das nicht“, sagt Rolf Behrens von Banking Consult in Bad Nauheim, der seit zwei Jahrzehnten in Executive-Search arbeitet. „Eine Deutsche Bank kann es sich nicht leisten, kein Research zu haben.“

Dagegen würden sich die meisten Institute seit der Bankenkrise aus dem Geschäft zurückziehen. „Die kleineren Anbieter haben das alles abgebaut“, beobachtet Behrens. Tatsächlich hat sich die Hypo Vereinsbank vor einiger Zeit von ihrem Aktien-Research getrennt. „Bei den institutionellen Investoren stapeln sich die Research-Unterlagen und die meisten sind austauschbar“, sagt Behrens. Für institutionelle sei die gute Betreuung durch die Broker wichtiger, als mehrere Analysen von diversen Anbietern zu erhalten.

Übrig blieben die ganz großen Research-Häuser wie die Deutsche Bank und kleine Nischenanbieter, die sich z.B. auf deutsche Small- und Midcaps konzentrieren. Ähnliches hatte auch Nico Baader, Leiter des Kapitalmarktgeschäfts der kleinen Baader Bank aus Unterföhring bei München in einem Interview mit eFinancialCareers gesagt.

Weiter sei das Research ein beachtlicher Kostenfaktor. Während der Dotcom-Blase seien Analysten sehr gefragt gewesen und die Gehälter und Boni deutlich gestiegen. „Das müssen die Sales-Leute erst einmal verdienen“, erläutert Behrens. Bei dem Abbau der Analysten handle es sich um einen schleichenden Prozess. Schon lange erhalte er deutlich weniger Suchaufträge für das Aktien-Research. Etwas besser sehe es bei Fixed Income-Analysten aus. „Früher hatten wir häufiger solche Positionen“, ergänzt Behrens.

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