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Boutique im Schnellscheck: Lohnt es sich für Bellevue zu arbeiten?

Die Bellevue Group residiert in Küsnacht am Zürisee.

Die Bellevue Group residiert in Küsnacht am Zürisee.

Die Boutiquen sind im Kommen. Eine davon ist die vor 20 Jahren gegründete Bellevue Group aus Küsnacht bei Zürich. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Brokerage, Corporate Finance und Asset Management. Laut dem am heutigen Montag (25. Februar) vorgelegten Geschäftszahlen hat Bellevue in 2012 einen Gewinn von 6,5 Mio. Franken eingestrichen. Im Vorjahr hatte das börsennotierte Unternehmen aufgrund diverser Sondereffekte noch einen Verlust von 64,7 Mio. Franken ausgewiesen.

Der Rückkehr in die Gewinnzone wurde indes auch durch den beherzten Einsatz des Rotstiftes erreicht.  So wurden die Gesamtkosten um 15 Prozent oder 4,7 Mio. Franken auf 37,2 Mio. Franken gesenkt. Im Zuge des Sparprogramms verringerte sich die Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis von 93 auf nur noch 82 Beschäftigte. Insgesamt verbesserte sich die Aufwandsertragsquote von 106,3 auf 86,9 Prozent, was immer noch recht hoch ist.

Auch in Zukunft will Bellevue an der Kostendisziplin festhalten. Allerdings gebe es keine exakten Ziele zum Personalabbau. „So viel Fett haben wir nicht auf den Knochen“, sagte Finanzchef Daniel Koller. Vielmehr gebe es auch Pläne, in international Sales sogar neue Stellen zu schaffen. „Wir sind auf der Suche nach Erträgen, aber es muss passen“, ergänzte Koller.

Bei der Bezahlung gewährt Bellevue interessante Einblicke. Denn in dem Geschäftsbericht für 2012 wird nicht nur der gesamte Personalaufwand aufgelistet, sondern auch nach Gehältern und Boni, Sozialleistungen und Vorsorgeausgaben aufgeschlüsselt. Demnach hat jeder der Beschäftigten in 2012 Grundgehalt und Boni von  230.700 Franken bezogen, was geringfügig über den Vorjahreszahlen lag.

Der Personalaufwand pro Kopf lag indes bei 283.500 Franken –  rund ein Fünftel der Personalkosten entfielen also auf Sozial- und Vorsorgeleistungen. Damit kann sich Bellevue im Vergleich zu anderen Schweizer Banken durchaus sehen lassen. So hat Vontobel für seine Asset Manager durchschnittlich etwa 278.000 und die UBS nur rund 151.000 Franken springen lassen.

Bellevue-Chef Urs Baumann zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Dank einer rigorosen Kostendisziplin und Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung ist uns der Schritt zurück in die Gewinnzone gelungen. Unsere originäre Research- und Anlagekompetenz für Aktien ist die Basis unseres Geschäftsmodells, das wir weiter optimieren und erweitern wollen.“

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