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Trotz IWM-Übernahme schafft Julius Bär neue Stellen

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Eigentlich will Julius Bär im Zuge der Übernahme des International Wealth Management-Geschäfts (IWM) der US-Großbank Bank of America Merrill Lynch bis zu knapp 1000 Stellen streichen. Doch von dem Kahlschlag scheint zumindest bei dem Stammhaus wenig anzukommen. Vielmehr stieg die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr sogar um 2,1 Prozent auf 3721 Stellen, wie aus dem am heutigen Montag (4. Februar) vorgelegten Geschäftszahlen für 2012 hervorgeht. Konkret schuf die Bank in der Schweiz 23 und im Ausland 55 Stellen.

Dies spricht dafür, dass der beabsichtigte Stellenabbau hauptsächlich in IWM erfolgen soll. So bekräftige Julius Bär die Kostenaufwandsquote bei IWM von 87 Prozent im zweiten Halbjahr 2012 auf etwa 70 Prozent in 2015 vermindern zu wollen. Im gleichen Zeitraum soll die Zahl der zusammen 5700 Beschäftigten um 15 bis 18 Prozent sinken. Dies würde auf einen Abbau von 855 bis 969 Stellen hinauslaufen.

Dennoch scheint Julius Bär die Kosten im Stammhaus unter Kontrolle zu haben: Zwar legte der Geschäftsaufwand in 2012 um 5 Prozent auf 1,216 Mrd. Franken zu, hierin war jedoch auch eine Sonderzahlung an den deutschen Fiskus von 50 Mio. Euro (65 Mio. Franken) erhalten. Die Kostenertragsquote verschlechterte sich somit von 68 auf 71 Prozent.

Gehälter und Boni sinken pro Kopf um 1,9 Prozent

Für Gehälter und Boni gab Julius Bär in 2012 rund 650 Mio. Euro aus, was lediglich 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Da jedoch die Mitarbeiterzahl im vergangen Jahr zulegte, haben die einzelnen Mitarbeiter sogar weniger Geld im Portemonnaie. Die Gesamtvergütung pro Mitarbeiter verminderte sich um 1,9 Prozent auf knapp 175.000 Franken.

Unter dem Strich erhöhte sich der adjustierte Konzerngewinn leicht auf 433 Mio. Euro. Die verwalteten Vermögen legten um 11 Prozent auf 189 Mrd. Franken zu, wofür die gute Marktperformance sowie eine Nettoneugeldzufluss von 9,7 Mrd. Franken verantwortlich waren. Die Bruttomarge verschlechterte sich unterdessen von 105 auf nur noch 96 Basispunkte.

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