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GASTKOMMENTAR: Risk Manager, Qualifikation mit Zukunft

JuergBaltensperger

Wer rastet, der rostet. Diese Redensart gilt für den Arbeitnehmer in der Finanzbranche mehr denn je. Schnelle Veränderungen des wirtschaftlichen wie des regulatorischen Umfeldes führen zu neuen Anforderungen. Wer stehenbleibt riskiert, den Anschluss zu verpassen. Ein Nachdiplomstudium in Risk Management könnte Abhilfe schaffen.

Die Finanzbranche verändert sich rasant. Umstrukturierungen sind zum Dauerzustand geworden und die Fluktuation der Mitarbeiter hat sich massiv erhöht. Wer sich beruflich neu orientieren will oder muss, wird oft mit veränderten Arbeitgeberwünschen konfrontiert. Wie aber kann ein Arbeitnehmer damit Schritt halten? Eine Lösung heisst berufsbegleitende Weiterbildung.

Im Dschungel der Weiterbildungsangebote sticht ein Studiengang besonders hervor, die Ausbildung zum Risk Manager. Dieser Studiengang hat einige attraktive Elemente zu bieten. Ein Blick auf die gängigen Stellenportale zeigt die Beliebtheit von Arbeitnehmern mit Hintergrund im Risk-Bereich. Die Finanzindustrie scheint, freiwillig oder auf regulatorischen Druck, die Lehren aus dem mangelhaften Risk Management der Vergangenheit ziehen zu wollen. Während in vielen Bereichen der Rotstift dominiert, werden Risk Abteilungen aufgebaut. Kurzum, Risk Management liegt im Trend.

Angestellte der Finanzindustrie verfügen bereits über eine gute Voraussetzung für diesen Bildungsschritt, nämlich das Flair für den Umgang mit Risiken. Das Abwägen von Chancen und das Einschätzen von Gefahren gehören beim Arbeiten mit Geld zum täglichen Brot. Die Ausbildung zum Risk Manager erscheint deshalb nicht als Umschulung, sondern als Zusatzqualifikation und fügt sich elegant in den Lebenslauf ein.

Wer sich für einen Studiengang in Risk Management entscheidet, kann zwischen zwei verschiedenen Grundprinzipien wählen:

1. Quantitatives Risk Management

Financial Risk Management-Studiengänge beschäftigen sich hauptsächlich mit quantitativem Risk Management. Finanzrisiken werden exakt berechnet, was mathematisches oder physikalisches Hintergrundwissen oder zumindest ein diesbezüglich erhöhtes Verständnis voraussetzt. Anbieter solcher Studiengänge sind die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) sowie die beiden Organisationen Professional Risk Managers‘ International Association (PRMIA) und Global Association of Risk Professionals (GARP), bei denen internationale Diplome in Financial Risk Management erworben werden können.

2. Qualitatives Risk Management

Beim quantitativen Ansatz wird hauptsächlich mit den persönlichen Einschätzungen der beteiligten Risikoverantwortlichen gearbeitet. Der Fokus liegt auf der Einteilung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung im Verhältnis zur Unternehmensstrategie und den verfügbaren Ressourcen. Solche Studiengänge bieten die Fachhochschulen Winterthur und Luzern in Form eines Master of Advanced Studies (MAS) an.

Meine Erfahrungen

Der MAS an der Hochschule Luzern besticht durch einige grundlegende Vorteile, welche am Ende für mich ausschlaggebend waren:

Mit einer Dauer von 18 Monaten und akzeptablen Kosten handelt es sich um einen überschaubaren Studiengang. Trotz der kurzen Dauer präsentiert sich die Qualifikation im Format eines MAS und verfügt deshalb über entsprechenden Umfang und Tiefe. Die Module decken ein breites Spektrum ab und leisten damit zusätzlich einen wertvollen Beitrag zum Allgemeinwissen. Die Dozenten besitzen das erforderliche fachliche Wissen und die didaktischen Fähigkeiten. Überdies legt die Hochschule Luzern grossen Wert auf Praxisbezug, was durch die Dozentenwahl und die entsprechend organisierten Leistungsnachweise abgedeckt wird. Da für Berufstätige ausgelegt, kann die Weiterbildung mit einem leicht reduzierten Arbeitspensum gut bewältigt werden.

Der Studiengang wird mit dem eidgenössisch anerkannten Titel Master of Advanced Studies in Risk Management abgeschlossen. Gewappnet mit diesem Diplom öffnen sich für den Arbeitnehmer neue, interessante und erfolgversprechende Türen in der Finanzwelt.

Jürg Baltensperger ist Jurist und hat bei einer Bank in der Schweiz in Compliance und Legal gearbeitet. Jetzt strebt Baltensperger nebenberuflich einen Master of Advanced Studies in Risk Management an der Hochschule Luzern an, bei dem lediglich die Masterarbeit aussteht.

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