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Trotz purzelnder Gewinne schafft Dekabank 112 neue Stellen

Dekabank

Bei der Dekabank sind im ersten Halbjahr die Erträge und das wirtschaftliche Ergebnis gesunken, dennoch hat das sparkasseneigene Institut seit Jahresbeginn die Mitarbeiterzahl merklich erhöht, wie aus dem am heutigen Mittwoch (29. August) vorgelegten Halbjahresbericht hervorgeht. Konkret:

Im ersten Halbjahr sind die Erträge um 3,1 Prozent auf 773,1 Mio. Euro gefallen. Das wirtschaftliche Ergebnis ging sogar um 6,8 Prozent auf 313,8 Mio. Euro zurück. Hierfür war vor allem die schwache Wertentwicklung der Dekafonds verantwortlich. So sank das für das Dekabank-Ergebnis  sehr wichtige Provisionsergebnis aufgrund des „gesunkenen Fondsvolumens“ auf 466 Mio. Euro.

Trotz dieser enttäuschenden Zahl scheint die Dekabank auch weiterhin vergleichsweise kräftig einzustellen. Denn die Zahl der durchschnittlich besetzten Stellen (auf Vollzeitbasis) stieg um 112 oder 3,3 Prozent auf 3543.  Daher ging es auch beim Personalaufwand in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent auf 199,8 Mio. Euro bergauf.

Hierzu heißt es im Geschäftsbericht lapidar: „Der moderate Anstieg des Personalaufwands auf 199,8 Mio. Euro (Vorjahr: 193,5 Mio. Euro) liegt vor allen in einer höheren Mitarbeiterzahl begründet.“  Bei dem geringen Personalaufbau handle es sich jedoch nicht um eine Wachstumsstrategie, wie eine Unternehmenssprecherin betonte.

Für jeden Mitarbeiter ließ die Bank also durchschnittlich etwa 56.400 Euro springen.  Damit kann sich die Dekabank unter den deutschen Instituten durchaus sehen lassen. So zahlte lediglich die Deutsche Bank mit einem Personalaufwand pro Kopf von 70.000 Mehr Euro deutlich mehr als das sparkasseneigene Institut.

Eine „zuverlässige Prognose“ für den weiteren Geschäftsverlauf wollte der Interims-Chef der Dekabank Oliver Behrens indes nicht wagen. „Allerdings halten wir es in diesem Umfeld, vor allem auch mit Blick auf den durchaus zufriedenstellenden Verlauf der ersten sechs Monate, für machbar, ein wirtschaftliches Ergebnis zu erreichen, das auf Vorjahreshöhe (383,1 Mio. Euro) liegt“, ergänzte Behrens.

Die Dekabank  hatte erst vor kurzem den Deutschlandchef der Credit Suisse Michael Rüdiger als neuen Vorstandschef benannt. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Sparkassen-Finanzgruppe ihr Kapitalmarktgeschäft in der Dekabank bündeln könnte.

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