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RANKING: Welche Landesbank im ersten Halbjahr am besten gezahlt hat

Jeder einzelne Mitarbeiter der HSH Nordbank hat rein rechnerisch einen Vorsteuergewinn von über 147.000 Euro im ersten Halbjahr 2011 generiert. Damit stellen die Hamburger sämtliche andere Landesbanken in den Schatten. Selbst beim zweitplatzierten Institut, der Helaba, trug ein Mitarbeiter durchschnittlich nur 55.000 Euro zum Vorsteuergewinn bei.

Doch an dem Erfolg konnten sich die Mitarbeiter der HSH Nordbank nicht erfreuen. Denn bei der Präsentation der Halbjahreszahlen kündige Konzern-Chef Paul Lerbinger ein rigoroses Streichkonzert an, dem bis 2014 annähernd 1200 Stellen zum Opfer fallen sollen – was mehr als jeden dritten Mitarbeiter betrifft. Lerbinger führte den tiefen Einschnitt auf die von der EU geforderten Restrukturierungen zurück.

Im Tabellen-Keller befindet sich mit einem Vorsteuergewinn pro Kopf von gut 11.000 Euro die WestLB. Die anstehende Aufspaltung des Instituts scheint die Geschäfte der Düsseldorfer Landesbank zunehmend zu belasten.

Quelle: Halbjahresberichte. Mitarbeiterzahlen der NordLB per 31. Dezember 2010 zugrunde gelegt.

Dies hält die WestLB nicht davon ab, auch weiterhin prächtig zu zahlen. Denn beim Personalaufwand pro Kopf lagen die Düsseldorfer mit gut 57.000 Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres vorn, gefolgt von der HSH Nordbank mit gut 55.000 Euro. Dabei handelt es sich also ausgerechnet um diejenigen Landesbanken, denen umfangreiche Restrukturierungen bevorstehen.

Dagegen ließen die Bayern für ihre gut 10.000 Beschäftigen mit rund 32.000 Euro am wenigsten springen, womit die BayernLB das einzige Institut ist, das durchschnittlich unter 40.000 Euro aufwandte.

Quelle: Halbjahresberichte. Mitarbeiterzahlen der NordLB per 31. Dezember 2010 zugrunde gelegt.

Für jeden Euro Ertrag musste die Landesbank Berlin (LBB) 78,5 Cent aufwenden, womit die Berliner die eindeutig schlechteste Kostenertragsquote vorlegten. Dagegen kreisen die übrigen Banken um die eigentlich recht gute Marke von 50 Prozent. Zum Vergleich: Die Kostenertragsquoten der Deutschen und der Commerzbank liegen bei jeweils etwa 70 Prozent. Allerdings gibt diese Zahl keinen Aufschluss über die Risiken, die in den Bilanzen schlummern oder sich aus dem Geschäftsmodell ergeben.

Quelle: Halbjahresberichte. WestLB macht hierzu keine Angaben.

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