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Auslandsbanken rechnen mit sinkenden Boni und Personalabbau

Die Spannung im Bankgeschäft steigt mit dem Jahresverlauf. Dies zeigt auch ein Interview mit dem Verband der Auslandsbanken, das jetzt im Handelsblatt erschienen ist. Falls das Bankgeschäft in der zweiten Jahreshälfte nicht anspringen sollte, rechnet der Verband mit empfindlichen Einschnitten beim Personal.

„Auf dem jetzigen Niveau ist das Geschäft wenig profitabel und vieles steht auf dem Prüfstand. Viele Banken, ob national oder international tätig, warten erst einmal ab und schauen, ob es in den nächsten Quartalen besser wird“, sagte der Chef des Verbands der Auslandsbanken und Vorstandsmitglied der UBS Deutschland Stefan Winter in dem Interview.

Dabei nannte Winter explizit das Investmentbanking. Das M&A-Geschäft laufe schwach, der Wertpapierhandel lasse „zu wünschen übrig“ und auch von den vielbeschworenen Börsengängen in 2012 sei wenig zu erkennen.

Falls sich dies nicht ändern sollte, müssten die Banken zum Rotstift greifen. „Passiert wenig, müssen die Institute auch bei den Personalkosten, dem größten Kostenblock einer Bank, reagieren“, betonte Winter. Auch niedrigere Boni könnten keinen Ausgleich für mangelnde Einnahmen darstellen.

Sein Stellvertreter und Citi Deutschland-Chef Nikolaus Närger blies in das gleiche Horn. Durch die wachsenden Regulierungs-Anforderungen würde die Eigenkapitalrendite der Banken purzeln. Während vor der Krise eine Rendite von 20 Prozent üblich war, seien es heute nur noch 7 Prozent.

Neue Jobs dürften eher bei Auslandsbanken entstehen, die neu in den deutschen Markt einsteigen, um von der hiesigen Wirtschaftsstärke zu profitieren. „Umgekehrt und weil Deutschland so attraktiv ist, versuchen momentan neue Wettbewerber, beispielsweise aus Asien, hier Fuß zu fassen“, ergänzte Närger.

Laut Winter seien die neuen Player durch niedrigere Regulierungs-Anforderungen in ihren Heimatländern mit niedrigeren Kosten konfrontiert. Dies würde den betreffenden Banken einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. „Hier besteht kein gleiches Spielfeld für alle Wettbewerber und das macht den alteingesessenen Instituten das Leben schwer“, klagte Winter.

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