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Das ultimative Ranking: Wer zahlt von Deutschlands Banken am besten?

Nachdem auch die letzte Landesbank ihre Geschäftszahlen für 2009 vorgelegt hat, ist jetzt der Zeitpunkt für das ultimative Ranking gekommen. Dabei geht es um die Frage aller Fragen: Wer zahlt am besten? Soviel darf schon einmal verraten werden: Der Deutschen Bank gebührt nicht die Goldmedaille.

Bei den Ranking werden alle großen Geschäftsbanken, die Landes- und Genossenschaftsbanken sowie die Sparkassen berücksichtigt. Zur Ermittlung des Siegers wird der Personalaufwand durch die Zahl der Mitarbeiter dividiert. Das Ergebnis ist der Personalaufwand pro Kopf. Dabei muss indes beachtet werden, dass in diese Kennzahl neben den Bruttolöhnen, auch Lohnnebenkosten sowie weitere Zahlungen wie etwa Abfindungen einfließen.

Die Zahl der Mitarbeiter: Die Kleinen ganz vorn

Bei der Zahl der Beschäftigten macht den Sparkassen in Deutschland keiner etwas vor. Allein bei diesen Instituten werden insgesamt fast 250.000 Mitarbeiter beschäftigt. An zweiter Stelle stehen die Genossenschaftsbanken mit über 165.000 Beschäftigten. Die größte Einzelbank der Republik ist indes die Deutsche Bank mit 77.052 Beschäftigten. Das Bild trügt jedoch, da der deutsche Branchenprimus nur eine Minderheit von gut 27.000 Mitarbeiter hierzulande beschäftigt.

Der Personalaufwand: Kopf-an-Kopf-Rennen

Auch bei dem Personalaufwand können sich die Sparkassen knapp die Spitzenposition sichern. Denn die öffentlich-rechtlichen Institute haben in 2009 insgesamt 11,4 Mrd. Euro für ihre Angestellten aufgewandt. Die Deutsche Bank erringt mit einem Personalaufwand von 11,31 Mrd. Euro souverän den zweiten Platz. Da jedoch die Sparkassen rund das Dreifache an Personal beschäftigen wie die Deutsche Bank, dürfte bei dem einzelnen Sparkassenmitarbeiter nicht allzu viel Freude aufkommen.

Rote Laterne für die Sparkassen

Während die Sparkassen einen Doppelsieg bei Mitarbeiterzahl und Personalaufwand feiern dürfen, tragen die öffentlich-rechtlichen Institute in der Königsdisziplin die rote Laterne. Denn für jeden Mitarbeiter zahlten die Sparkassen durchschnittlich keine 47.000 Euro. Selbst die Genossenschaftsbanken weisen einen Personalaufwand pro Kopf von gut 51.000 Euro auf.

Auf dem dritten Platz liegen indes die Kollegen von der WestLB mit einem Pro Kopf-Personalaufwand von gut 120.000 Euro. Den zweiten Platz sichert sich der Branchenprimus Deutsche Bank mit durchschnittlichen Ausgaben pro Mitarbeiter von knapp 147.000 Euro.

Dabei gilt es jedoch ein pikantes Detail zu beachten: Aus der Spitzengruppe hat in 2009 lediglich die Deutsche Bank schwarze Zahlen geschrieben. Somit ist es kaum verwunderlich, dass die Goldmedaille bei der Mitarbeitervergütung an einen Verlustbringer aus dem Süden der Republik geht. Es handelt sich um ein Institut, das der Steuerzahler mit Garantien und Liquiditätsspritzen in Höhe von 100 Mrd. Euro stützen musste. Den höchsten Personalaufwand pro Kopf zahlte mit gut 152.000 Euro die Skandalbank Hypo Real Estate (HRE).

Doch auch die HRE-Mitarbeiter dürften sich kaum über diese Tatsache freuen. Denn der Immobilien- und Staatsfinanzierer hat allein in 2009 den Personalstand um 21,8 Prozent auf 1397 Mitarbeiter verringert. Die hohen Personalausgaben pro Kopf dürften also hauptsächlich auf die beträchtlichen Kosten des Personalabbaus wie beispielsweise Abfindungen zurückgehen. Daher wird niemand die HRE-Mitarbeiter um ihre Goldmedaille beneiden.

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