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Headhunter aufgepasst: Die zehn wichtigsten Ergebnisse der Studie „Personalberatung in Deutschland 2011/2012“

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Die Headhunter in Deutschland scheinen ein gutes Jahr hinter sich zu haben. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die Umfrage „Personalberatung in Deutschland 2011/2012“, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

1. Umsatz und Platzierungen steigen kräftig

Der Gesamtumsatz der Branche hat sich im abgelaufenen Jahr um 14,8 Prozent auf 1,49 Mrd. Euro gesteigert. Damit notiert der Umsatz wieder auf dem gleichen Niveau wie vor der Finanzkrise in 2008. Die Zahl der erfolgreich platzierten Kandidaten wuchs um 9,2 Prozent auf 48.800.

2. Umsatz bei den Vermittlungen für Finanzdienstleister wächst überproportional

Der Umsatzanteil der Personal-Vermittlung in Auftrag von Finanzdienstleistern lag bei 11,5 Prozent. In diesem Segment wurden insgesamt etwa 5600 Positionen erfolgreich besetzt. Der Umsatz legte sogar überdurchschnittlich um 24,2 Prozent auf rund 172 Mio. Euro zu.

3. Banken scheinen Headhunter zu lieben

Bei den Banken konnten in 2011 insgesamt rund 3900 Stellen besetzt werden. Der Umsatz stieg kräftig um 28 Prozent auf gut 119 Mio. Euro an. Mithin belief sich der Umsatzanteil der Vermittlungen für Banken auf 8 Prozent.

4. Moderater Anstieg bei Versicherern

Auch mit der Suche nach Personal für Versicherungen verdienten Headhunter in 2011 mehr als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte allerdings nur um 16,4 Prozent auf gut 52 Mio. Euro. Der Anteil an den gesamten Vermittlungshonoraren belief sich somit auf 3,5 Prozent.

5. Headhunter rechnen mit abgeschwächtem Wachstum in 2012

Die konjunkturelle Eintrübung scheint indes auch an der Executive Search-Branche nicht vorüberzugehen. Die befragten Headhunter rechnen für das laufende Jahr mit einem Umsatzwachstum von nur noch 9,7 Prozent über alle Branchen hinweg, wobei die kleinen Berater etwas optimistischer als die großen in die Zukunft blicken. Insgesamt gehen knapp ein Viertel der Befragten von Umsatzsteigerungen aus.

6. Finanzdienstleistungs-Headhunter sind pessimistischer

Die auf Finanzdienstleistungen spezialisierten Headhunter zeigten sich jedoch etwas pessimistischer. Diese Gruppe rechnet für 2012 lediglich mit einem Umsatzwachstum von 6 Prozent. Dabei sind die Headhunter in Hinblick auf die Banken etwas zuversichtlicher als bei den Versicherungen.

Quelle: BDU-Marktstudie “Personalberatung in Deutschland 2011/2012”

7. Durchschnittliche Honorarhöhe liegt bei 26 Prozent

Das Honorar von Headhuntern bemisst sich üblicherweise an den Jahresgehältern der vermittelten Kandidaten. Laut der Umfrage lag der Honoraranteil – über alle Größenklassen der Personalberatungen hinweg – bei 26 Prozent eines Bruttojahresgehaltes des Kandidaten. Bei den großen Beratungen mit einem Umsatz von über 2,5 Mio. Euro lag der Anteil bei 29 Prozent und bei kleinen mit weniger als 500.000 Euro Umsatz bei 23 Prozent.

8. Die meisten Kandidaten erhalten ein Bruttojahresgehalt von 75.000 bis 150.000 Euro

Die mittleren Gehaltsklassen von 75.000 bis 150.000 Euro waren für das Gros des Umsatzes in der Branche verantwortlich. Rund 63 Prozent aller Vermittlungen entfielen auf diese Preisklasse. Der Anteil besser bezahlter Fach- und Führungskräfte lag bei 20 und der von Fachkräften unter 75.000 Euro bei 17 Prozent. Da in der Bankenbranche überdurchschnittliche Gehälter gezahlt werden, dürften diese Werte bei Finanzdienstleistungs-Headhuntern tendenziell höher liegen.

9. Headhunter steigern Beschäftigtenzahl

Laut Angaben des BDU sind derzeit in Deutschland etwa 5500 Personalberater in 2000 Unternehmen tätig, was ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent bedeutet.  Dieser Trend soll vorerst weitergehen. „45 Prozent sehen ein Stellenplus bei den festangestellten Researchern vor. Die Zahl der Backofficekräfte soll ebenfalls steigen“, heißt es in der Studie weiter.

10. Fachkräftemangel treibt Headhunter zur Auslandssuche

Doch auch bei den Headhuntern wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Der absehbare Fachkräftemangel in Deutschland droht sich zu einer veritablen Wachstumsbremse auszuweiten. „Zum einen wollen die Recruitingspezialisten mit der verstärkten Suche im Ausland hierauf reagieren (Zustimmung: 68 Prozent). Zum anderen wollen mehr als zwei Drittel zunehmend auch junge Talente von den Hochschulen von Beginn an in den Suchprozess einbeziehen. Bislang war das eher selten der Fall“, ergänzt die Studie.

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