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Mehr kaufmännische Hochschulabsolventen eingestellt

Eine Umfrage zeigt: Der Arbeitsmarkt für kaufmännische Hochschulabsolventen entspannt sich – doch die Einstiegsgehälter sinken.

In Deutschlands größter Erhebung von Einstiegsgehältern ermittelt die IG Metall jährlich, für welche Gehälter Absolventen von Berufsakademien, Fachhochschulen, Hochschulen und Technische Universitäten bei 30 großen Unternehmen eingestellt wurden.

Die Unternehmen bzw. Konzerne stammen vor allem aus den Bereichen Automobil, Elektro, IT, Maschinenbau, Stahl und Telekommunikation. In die Erhebung sind die Daten von etwa 2.500 Berufseinsteigern eingegangen.

Das Ergebnis für Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge: Im Jahr 2005 wurden bei den befragten Unternehmen etwa 20 % mehr Kaufleute eingestellt als im Vorjahr. Dabei zeigten sich insbesondere Unternehmen aus den Branchen Elektro, Maschinenbau und Stahl sowie der Automobilbranche einstellungsfreudig.

Die schlechte Nachricht: Die Einstiegsgehälter sind insgesamt gesunken, und zwar im Schnitt um 5 bis 6 % gegenüber dem Vorjahr. Zwei Gründe nennt die Studie: Die Bereitschaft zu Zahlung übertariflicher Gehälter ist auf Unternehmensseite zurückgegangen, während gleichzeitig die Absolventen in den Einstellungsverhandlungen weniger Gehalt fordern.

Die Zahlen zeigen: Uni-Absolventen bekommen nach wie vor mehr Geld als die Absolventen anderer Hochschulen. Im Schnitt macht dieser Vorteil etwa 9 bis 10 % aus. So erhalten Uni-Absolventen mit Diplom bzw. dem Masters-Abschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang jährlich im Median 44.525 Euro. Absolventen vergleichbarer Studiengänge an einer Fachhochschule verdienen dagegen im Median 41.000 Euro, Absolventen von Bachelor-Studiengängen verzeichnen im Median Gehaltszahlungen von nur 37.740 Euro.

Die Spannen der gezahlten Gehälter sind dabei recht hoch: So verdienen 10 % der Wirtschaftswissenschaftler mit Uni-Abschluss mehr als 51.000 Euro, während sich am anderen Ende der Spanne 10 % der Absolventen mit weniger als 37.800 Euro zufrieden geben müssen. Ähnlich hoch ist die Spanne bei den Bachelors: 10 % von ihnen gehen mit mehr als 43.700 Euro in der Tasche nach Hause, während 10 % von ihnen weniger als 32.900 Euro verdienen.

Etwas geringer stellt sich diese Spanne bei den FH-Absolventen dar: 10 % der FH-Absolventen der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften erhalten Gehälter von über 45.500 Euro, während sich am unteren Ende der Gehaltsskala 10 % der Berufseinsteiger mit weniger als 37.000 Euro begnügen müssen.

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