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Die besten Traineeprogramme fürs Private Banking in der Schweiz

©istockphoto/YinYang

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Als „Silicon Valley des Private Banking“ hat Charles Donkor von der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PwC die Schweiz bezeichnet. An wenigen Finanzplätzen sei ein so hohes Know how im Wealth Management konzentriert wie hierzulande.

Zwar belatsten das Ende des traditionellen Bankgeheimisses, der starke Franken und die wachsende Regulierung das Geschäftsmodell, aber gerade deshalb muss das Schweizer Private Banking mit kompetenten Mitarbeitern punkten. Somit bieten sich auch weiterhin attraktive Chancen für Hochschulabsolventen in der Branche. Wir stellen die besten Traineeprogramme in der Schweiz vor:

UBS: Trainees können „Wealth Management Diploma“ erwerben

Insgesamt vergibt die UBS in der Schweiz alljährlich 200 Traineestellen an Absolventen, wobei 130 auf die Bereiche Wealth Management und Swiss Banking entfallen. Im Swiss Banking ist u.a. auch das Schweizer Filialgeschäft zusammegefasst.

Die grösste Schweizer Bank verlangt viel von Absolventen: „Einen überdurchschnittlichen Hochschulabschluss (BA/MA), fachspezifische Praktika in unterschiedlichen Unternehmen (diese können gerne auch bei UBS absolviert werden), Studien respektive Praktika-Aufenthalte im Ausland sind von Vorteil, sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind zwingend, weitere Sprachen willkommen. Wir legen Wert auf eine hohe Sozialkompetenz, grosse Motivation sowie gute analytische Fähigkeiten.“

Das Graduate Training Program ist bei der UBS auf 12 bis 24 Monate ausgelegt, wobei die Teilnehmer vom ersten Arbeitstag in den Geschäftsalltag einbezogen werden. „Neben dem on-the-job-Lernen erhalten die Teilnehmer eine fundierte Ausbildung über die Finanzmärkte, über UBS-Produkte sowie über unser Kerngeschäft“, heisst es weiter. Dabei wird das Programm jeweils individuell auf jeden Teilnehmer abgestimmt und Rotationen in verwandte Bereiche stellen ein wesentlichen Bestandteil dar. „Daneben werden verschiedene Networking-Anlässe, businessübergreifende Kurse und andere Veranstaltungen organisiert, an denen die Trainees Mitarbeiter aus allen Bereichen der Bank treffen“, ergänzt die UBS.

Dabei offeriert die UBS noch eine spezielle Qualikation. So können die Teilnehmer das „Wealth Management Diploma“ erwerben. „Der Lehrgang ist darauf ausgerichtet, angehende Kundenberater auszubilden und deren Fähigkeiten zu entwickeln. Mit dem Diploma haben Mitarbeiter die Möglichkeit, Ihre Karriereperspektive innerhalb der Firma sowie in der Branche zu verbessern“, betont die UBS.

Credit Suisse: 90 Prozent der Absolventen bleiben

Auch einige Hausnummern weiter werden am Zürcher Paradeplatz attraktive Einstiegschancen geboten. So stellt die Credit Suisse schweizweit jedes Jahr rund 250 Trainees ein, wovon etwa 150 auf das Wealth Management im weitesten Sinne entfallen.

Selbstverständlich spielen auch hier Studienrichtung und Abschlusszeugnis eine beutende Rolle – doch nicht allein. „Wichtig ist zudem, dass ein klares Interesse für die Branche und den Umgang mit Kunden vorhanden ist“, sagt Lukas Vonesch, Head Campus Recruiting Switzerland. Doch auch Engagements ausserhalb der üblichen Curricula sind erwünscht. „Gefragt sind Bewerber, die Initiative ergreifen“, betont Vonesch.

Das Traineeprogramm dauert bei der Credit Suisse 18 Monate, wobei die Teilnehmer in den ersten zwölf Monaten in ihrer „Zielfunktion“ verbringen. Während der restlichen sechs Monate können die Trainees – je nach Interesse – in einen weiteren Bereich hineinschnuppern.

„Wir sind daran interessiert, unseren eigenen Nachwuchs auszubilden, zu fördern und auch nach Abschluss der Ausbildung weiter zu beschäftigen. Rund 90 Prozent der Career Starter bleiben nach Abschluss des Programms bei der Credit Suisse“, ergänzt Vonesch.

Bei der Bezahlung hält sich die Bank bedeckt – diese bewege sich im Branchendurchschnitt, was nicht allzu schlecht sein dürfte. So betont Vonesch weiter: „Die Anforderungen für einen Career-Start-Einsatz bei der Credit Suisse sind hoch, sowohl was die Qualifikation der Kandidaten wie auch deren Einsatz betrifft.“

Julius Bär: Auslandsstation ist Pflicht

Mit rund 3500 Mitarbeitern zählt Julius Bär zu den führenden Privatbanken in der Schweiz. Das Zürcher Wealth Management-Spezialist bietet im Rahmen seines „Julius Bär Graduate Program“ jährlich fünf bis zehn Stellen für Hochschulabsolventen an. Laut Unternehmensangaben sei ein Masterabschluss für Bewerber von Vorteil. Erwartet werden auch gute Noten, Praktika im Finanzdienstleistungssektor sowie sehr gute Deutsch- und Englisch-Kenntnisse. Weiter legt Julius Bär Wert auf eine überzeugende Persönlichkeit und extracurriculare Aktivitäten.

Das entsprechende Programm läuft über 18 Monate, wovon zwölf in der Schweiz und sechs in einer Auslandsniederlassung stattfinden. „Es besteht kein Rotationsprinzip; die Graduates entscheiden sich bei der Bewerbung für ein Fachgebiet und bleiben während der 18 Monate im gleichen Team“, heisst es weiter.

Bei der Vergütung hüllt sich Julius Bär in Schweigen. Diese entspreche den „marktüblichen Standards“. Die Übernahmechancen scheinen recht gut auszufallen. „Unser Ziel ist es, die Graduates nach den 18 Monaten in dem Bereich einzusetzen, wo sie bereits Erfahrung gesammelt haben“, betont Julius Bär.

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