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Roland Bergers-Ratingagentur lässt auf 300 Stellen hoffen: Personalsuche geht voraussichtlich im Herbst los

Markus Krall ist designierter Chef der neuen europäischen Ratingagentur.

Markus Krall ist designierter Chef der neuen europäischen Ratingagentur.

Todgesagte leben länger. Während die Initiative Roland Bergers zum Aufbau einer europäischen Ratingagentur schon beinahe beerdigt war, scheint die Strategieberatung jetzt Geldgeber für das ehrgeizige Projekt gefunden zu haben. Mit dieser Ratingagentur soll ein Konkurrent zu dem herrschenden Oligopol der angelsächsischen Ratingagenturen Standard & Poor‘s, Moody‘s und Fitch entstehen.

Das Beste dabei: Roland Berger beziffert den Personalbedarf in den ersten zwölf Monaten auf 300 neue Stellen. Dabei scheint zumindest der Geschäftsführer bereits gefunden zu sein. So soll Markus Krall, Projektleiter für die Ratingagentur und  Senior Partner bei Roland Berger, der Gründungs-CEO der europäischen Ratingagentur werden. Im Gegenzug soll Krall seinen derzeitigen Job bei Roland Berger aufgeben, da beide Positionen unvereinbar seien.  Der Aufsichtsrats-Vorsitzende von Roland Berger Burkhard Schwenker wird unterdessen den Beirat der Agentur anführen.

Mit der Personalsuche wurde laut einer Unternehmenssprecherin noch nicht begonnen. Die Gründung der Ratingagentur sei für den Herbst vorgesehen. „Dann wird es wahrscheinlich auch eine Personalsuche geben“, ergänzte die Sprecherin. Ob die Agentur ihren Sitz in Frankfurt haben werde, sei indes noch nicht entschieden.

Auch bei der Finanzierung geht es voran. „Nach intensiven Gesprächen in ganz Europa haben eine Reihe von Finanzdienstleistern jetzt zugestimmt, den Aufbau einer globalen Ratingsagentur europäischen Ursprungs zu unterstützen“, sagte Krall. „Das Fundraising werden wir in Kürze abschließen und die operative Umsetzung der neuen unabhängigen Agentur vervollständigen. Derzeit sind wir dabei, die institutionellen und unternehmerischen Grundlagen zu legen“, ergänzte der designierte CEO.

Nach Medienberichten könne die Agentur an den Start gehen, wenn 150 bis 200 Mio. Euro rechtsverbindlich eingesammelt worden seien. Das restliche Geld könne später eingeworben werden. Vor rund einem Jahr hatte Roland Berger den Finanzbedarf zur Gründung einer solchen Ratinagentur auf 300 Mio. Euro beziffert.

Nach Studium und Promotion in VWL hat Markus Krall seine Karriere 1991 bei der Allianz in München begonnen. Von 1994 bis 2006 wechselte der Risikoexperte erst zu Boston Consulting und später zu Oliver Wyman und McKinsey. 2006/2007 arbeitete Krall als Chief Risk Officer bei Converium und agierte von 2007 bis 2010 als Gründer und Geschäftsführer von KDB.

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