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Was der Head of Wellness von Goldman Sachs zu psychischer Gesundheit und Glück zu sagen hat

Zen banker

Goldman Sachs nimmt die mentale Gesundheit und Zufriedenheit seines Personal sehr ernst. So verfügt die US-Investmentbank in ihrer Londoner Europazentrale sogar über einen eigenen Head of Wellness, Patrick Watt. Jetzt hat Watt ein Online-Seminar über das Thema Wellness bei Goldman Sachs gehalten. Wir haben daran teilgenommen und fassen die wichtigsten Punkte zusammen:

Die unsicheren Zeiten haben einen Einfluss auf den Gesundheitszustand der Goldman Sachs-Mitarbeiter

Laut Watt hätten vor allem die Veränderungen bei der Mitarbeiterzahl den gesundheitlichen Zustand beeinträchtigt.

Die größten Gesundheitsprobleme sind nicht körperlicher, sondern mentaler Natur

Watt nennt zwei Hauptgründe, weshalb Mitarbeiter sich krank melden: Dabei handle es sich um Probleme der Muskulatur und des Bewegungsapparates sowie um mentale Probleme. Dabei stellten psychische Probleme ein besonderes Problem dar, weil sie stigmatisiert und die Symptome nicht leicht zu erkennen seien.

Das Unternehmen schult seine Mitarbeiter, die Symptome mentaler Probleme zu erkennen und sich nicht zu schämen, um Hilfe zu suchen

Besonders müsse auf Symptome wie Schlaflosigkeit oder Hautausschläge geachtet werden. Leute mit derartigen Symptomen müssen wissen, dass sie auch vertraulich nach Hilfe fragen können.

Goldman Sachs sammelt Unmengen an Informationen über das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter

Hierauf wies Watt gleich mehrfach hin.

Es gibt keinen Trend: Jeder kann unter Stress und mentalen Problemen leiden

Bei der Auswertung der verfügbaren Daten wurde festgestellt, dass diese Problem jeden, in jedem Geschäftsbereich und auf jeder Hierarchiestufe betreffen können. Es herrschen keine klaren Trends oder Stereotypen vor.

Der Europa-Chef von Goldman Sachs hat zwei Videos produzieren lassen, wie sich Mitarbeiter mit Problemen erkennen lassen

Manager müssen in der Lage sein zu erkennen, wenn Mitarbeiter Probleme haben, mit Stress umzugehen. Dies kann eine Herausforderung darstellen. Denn es bedeutet auch, Zeit für die Betroffenen aufzuwenden und wenn das Geschäft schwierig ist, dann konzentrieren sich viele Manager auf die ertragsrelevanten Aktivitäten.

Goldman Sachs veranstaltet Seminare, um für die Probleme zu sensibilisieren. Allein 1000 Leute nahmen an einem Seminar zum Thema Glück teil

Zu einem Seminar über Glück kamen tatsächlich 1000 Teilnehmer. Einer hob die Hand und fragte tatsächlich: „Welches sind die drei Punkte, die mich glücklich machen?“ Das war schon ein wenig traurig, gibt Watt zu.

Nicht Anwesenheitszeiten, sondern Flexibilität sind entscheidend

Goldman Sachs‘ eigenes Fitness-Studio in London ist von 6 bis 22 Uhr geöffnet und die Mitarbeiter können es zu jeder Zeit besuchen. Die Manager müssen einsehen, dass es vollkommen in Ordnung ist, eine zweistündige Mittagspause einzulegen. „Es ist falsch zu sagen, dass flexible Arbeitszeiten nur etwas für Eltern seien“, betont Watt.

Goldman Sachs ermutigt seine Mitarbeiter, mit dem Rauchen aufzuhören und bittet örtliche Anbieter gesundes Essen bereitzustellen

„Wenn Sie drei oder vier Leute vor der Tür beim Rauchen sehen, wie können Sie sie davon abbringen?“, fragt Watt. „Haben Sie schon mit örtlichen Fastfood-Läden gesprochen, gesünderes Essen anzubieten?“

Seit dem Fall Greg Smith scheinen die Manager von Goldman Sachs ermahnt worden zu sein, stärker auf die Unzufriedenheit von Mitarbeitern zu achten

Laut Watt habe es schon Leute gegeben, die das Unternehmen verlassen hätten und sagten, dass sie früher mit ihrem Manager hätten sprechen sollen. Aus diesem Grund sollen die Manager sich stärker um ihre Mitarbeiter kümmern und sie beraten.

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