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Landesbank-Ranking 2012: Wer am besten zahlt und wo die Mitarbeiter ihr Geld wert sind

Der Hauptsitz der NordLB in Hannover.

Der Hauptsitz der NordLB in Hannover.

Während bei den Großbanken bereits die Bilanzsaison für das erste Quartal angebrochen ist, hinkt so manche Landesbank mächtig hinterher. So hat die NordLB ihre Geschäftszahlen für 2011 erst in der vergangenen Woche präsentiert; BayernLB und LBBW haben ihre Geschäftsberichte sogar erst am heutigen Mittwoch (25. April) online gestellt.  Damit ist jetzt endlich der Zeitpunkt für unser alljährliches Landesbank-Ranking gekommen: Wer von den noch sieben Instituten hat in 2011 das meiste Geld für seine Mitarbeiter springen lassen und wo sind die Beschäftigten ihr Geld auch tatsächlich wert?

NordLB: Vom Langweiler zur Ertragsperle

Der NordLB gelang in der vergangenen Woche eine veritable Überraschung: Die Hannoveraner haben im abgelaufenene Geschäftsjahr unter allen Landesbanken mit dem höchsten Vorsteuergewinn glänzen können. Während die NordLB noch vor einiger Zeit als langweilige Bank verschrien war, klingelt jetzt endlich die Kasse. Denn jeder Mitarbeiter trug rechnerisch fast 100.000 Euro zum Vorsteuergewinn bei. Die Kollegen von der LBBW und der WestLB , die im Juni ihr Neugeschäft einstellen muss, generierten nicht einmal 10 Prozent dieses Wertes. Die HSH Nordbank musste sogar einen Vorsteuergewinn von über 55.000 Euro – pro Kopf wohlgemerkt –  verkraften.

Das Ergebniss der BayernLB zeigt indes, wie unterschiedlich die Geschäftssparten ausfallen können. So erreichen die Münchner in ihrem Investmentbanking einen Vorsteuergewinn von stattlichen 230.000 Euro. Leider sind von den übrigen Instituten keine derart detaillierten Angaben verfügbar.

Quelle: Geschäftsberichte 2011

Auch bei den Kosten haben die Hannoveraner die Nase vorn

Die WestLB hat bislang keinen Geschäftsbericht veröffentlicht, womit auch die Kostenertragsquote des krisengeschüttelten Instituts unklar bleibt. Ansonsten würde das Institut wahrscheinlich auf einem der hinteren Plätze landen. Abgesehen von den Düsseldorfern weist die LBB mit 86,4 Prozent die schlechteste Kostenertragsquote aller Landesbanken aus. Das Spitzentrio mit der niedrigsten Quote besteht aus NordLB (52,8 Prozent), BayernLB (55,3 Prozent) und Helaba (56,6 Prozent).

Quelle: Geschäftsberichte 2011

Bei der Bezahlung zeigt sich die HSH Nordbank besonders großzügig

Falls jemand immer noch von dem Gedanken überzeugt ist, dass die Vergütungen sich an den Gewinnen orientieren, dann wird er jetzt eines Besseren belehrt: So fällt der Personalaufwand pro Kopf bei der HSH Nordbank mit rund 111.000 Euro am höchsten aus – dicht gefolgt von der WestLB mit etwa 110.000 Euro. Demnach scheinen ausgerechnet die Landesbanken mit den größten Problemen auch am besten zu zahlen. Da dürfte beim Steuerzahler kaum Freude aufkommen.  Dagegen fällt der Personalaufwand pro Kopf bei der gewinnstärksten Landesbank aus Hannover mit 76.500 Euro besonders moderat aus.

Quelle: Geschäftsberichte 2011

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