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GASTKOMMENTAR: Sieben Dinge, die Uniabsolventen wissen müssen, wenn sie in einer Bank anfangen

Auch ich war einmal ein Neuling in einer Bank. Also bitte nehmen Sie mir das Folgende nicht allzu übel. Was ich jetzt schreibe, hätte ich damals gerne gewusst.

1. Sie sind absolut nutzlos

Eines Tages, nach eingehender Förderung, mögen Sie hilfreich sein. Doch bis dahin sind Sie lediglich eine Kostenstelle. Wie auch immer Ihr Jobtitel lauten mag, Sie sind nicht mehr als ein Auszubildender.

2. Sie sind dümmer als die Leute, mit denen Sie zusammenarbeiten

Bei den Banken werden bessere Gehälter als in der Realwirtschaft gezahlt, so bekommen wir die besten Leute. In meiner Datenbank finden sich allein vier Personen mit einer persönlichen Empfehlung von Stephen Hawking. Ihre Eins minus in Französisch interessiert also niemanden.

3. Eine Bank ist eine Geldmaschine

Investieren Sie Zeit und Arbeit darin, hierzu beizutragen. Falls Sie das nicht können, wird die Sache schlecht ausgehen.

4. Sie haben ein Benehmen wie ein verwöhnter Siebenjähriger

Was in einer Studentenkneipe cool klingt, funktioniert nicht in einer Bank oder vielleicht doch. Jedenfalls handelt es sich um eine Tatsache, dass die Etikette je nach Bank und Abteilung erheblich variiert. Sie müssen sich rasch anpassen, ansonsten gibt es Ärger. Schön und klug zu sein, mag dabei geholfen haben, den Job zu bekommen, doch genügt es nicht, um ihn auch zu behalten.

5. Der Grund, dass Sie zwei Hände haben, besteht darin, Kaffee für andere zu holen

Sie müssen schnellstmöglich zu einem Teil des Teams werden. Das heißt, immer wenn Sie sich ein Getränk holen, fragen Sie nach, ob jemand anderes ebenfalls etwas wünscht. Dies mag Sie ein wenig Geld kosten und Ihnen zusätzliche Verbrühungen einbringen, das ist hart. Wenn Sie sich daran noch nicht gewöhnt haben, indem Sie in einer Kneipe die erste Runde übernehmen, was in etwa das Gleiche ist, dann sind Sie vielleicht besser geeignet, um in der Kommunalverwaltung anzufangen. Dafür können Sie sich dann schon einmal bewerben.

6. Es gibt keine Arbeit, die unter Ihrer Würde ist

Es ist bedrückend, dass ich das schreiben muss, doch ich höre zu viele verdammte Geschichten von arroganten Absolventen, die es ablehnen auszuhelfen oder die ein Gesicht machen, als hätte Ihnen jemand mit einem nassen Fisch ins Gesicht geschlagen, während sie das ausführen. Das Bankgeschäft besteht nicht in Hochleistungs-Meetings, in denen “Kaufen” und “Verkaufen” gerufen wird, sowie in Business Lunchs. Gelegentlich müssen Datenberge per Hand in Excel eingegeben werden.

7. Erwarten Sie keinen Dank

Einige Neulinge werden traurig, weil ihnen keiner sagt, was für einen tollen Job sie gemacht haben. Das ist hier nicht wie in der Schule. Sie bekommen nicht für jede Arbeit eine Note – außer wenn Sie sch***e ist. Dennoch müssen Sie immer artig Danke sagen, wenn jemand etwas für Sie erledigt. Ist das fair? Nein, ist es nicht. Willkommen im Bankgeschäft!

Dominic Connor ist ein Headhunter für Quants bei P&D

Kommentare (5)

Comments
  1. Wenn man das so liest, dann kriegt man richtig Mitleid mit den Trainees. Ich hoffe, dass die Branche doch noch nich ganz so unmenschlich geworden ist.

  2. Ich habe selten so einen destruktiven und sinnlosen Beitrag hier gelesen. Das Maß an unhaltbaren Aussagen korreliert sehr stark mit einem kürzlich hier erschienen Artikel über Praktikanten in einer Bank.

    Ich bin selbst Trainee im IB einer großen deutschen Bank (vorher sogar Auszubildender) und kann bis auf den 6. Punkt keine der Aussagen bestätigen. Es gibt wirklich einige Arbeiten, die jeder EDV-affine Mensch unabhängig vom Bildungshintergrund erledigen könnte. Diese Arbeiten führt aber jeder der Mitarbeiter der entsprechenden Abteilung aus, d. h. auch – aber nicht ausschließlich – die Frischlinge.
    Der Rest ist haltloses Geschwätz eines Menschen, der sich anscheinend über den Inhalt seines Beitrags profilieren will.
    Insbesondere der 1. Punkt (Nutzlosigkeit) und 5. (Kaffee holen) sind eine Frechheit und zeugen von fehlendem Einblick in den tatsächlichen Arbeitsalltag.

  3. Schließe mich “Trainee” an. Habe noch nie so einen schwachsinnigen Artikel hier gelesen wie diesen! Bin selbst Trainee in einer großen Bank und kann so gar nicht bestätigen, was Herr Connor da von sich gibt. Einfach nur arm.

  4. Genau durch diesen Gastkommentar hat Hr. Connor bewiesen, warum er auch Headhunter und nicht IBanker geworden ist ;)

  5. Guys – believe it or not, aber der Mann hat recht. Ich bin Managing Director einer globalen Investment Bank und die Wahrheit ist, dass Frischfleisch fruehestens in Jahr 3 Wert schafft – und auch nur dann die wenigsten. Welcome!

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