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Wie Sie in harten Zeiten Recruiter und Hiring Manager für sich einnehmen

Oberste Pflicht: Immer gut zuhören.

Oberste Pflicht: Immer gut zuhören.

Wollen Sie einen neuen Job? Mit diesem Anliegen sind Sie derzeit auf dem Arbeitsmarkt für Finanzdienstleistungen nicht allein. Vielmehr herrscht nach dem Streichkonzert aus dem letzten Jahr ein ausgesprochener Arbeitgebermarkt vor. So geht es bei vielen Vorstellungsgesprächen oftmals nur darum, das Terrain zu sondieren. Doch wie können Sie einen unentschlossenen Recruiter wirklich von sich einnehmen? Wir haben bei Headhuntern und Hiring Managern nachgefragt:

1. Zuhören

Falls Sie tatsächlich auf jemanden treffen, der Sie vielleicht einstellen könnte, dann lassen Sie ihn sprechen. Hören Sie aufmerksam zu, welche Probleme ihn belasten und lassen Sie sich auf seine Sorgen ein. Konfrontieren Sie ihn nicht mit Ihren Standard-Antworten. „Es handelt sich um eine beratende Verkaufstechnik und Sie stellen das Produkt dar“, sagt Julian Rye, Chef des Beratungsunternehmens Lee Hecht Harrison DBM. „Dabei müssen Sie die harte Arbeit selbst leisten. Sie müssen darauf achten, worin seine Bedürfnisse bestehen und Ihre Kompetenzen entsprechend abstimmen. Sie führen schließlich kein Gespräch mit einem Unternehmen. Vielmehr führen Sie ein Gespräch mit einer Person und Sie müssen die Probleme verstehen, mit der diese Person konfrontiert ist und sich selbst als die ideale Lösung dafür präsentieren.“

2. Seien Sie freundlich

Versuchen Sie eine Beziehung aufzubauen und geben Sie sich sympathisch. „Wir stellen Leute ein, die wir mögen“, sagt Michael Moran, Chef des Karriereberatungs-Unternehmens 10 Eighty. „Finden Sie Dinge, die Sie gemeinsam haben und über die Sie sprechen können. Verfügen Sie über gemeinsame Bekannte? Gemeinsame Bekannte können schon einen großen Unterschied ausmachen.“

3. Fragen Sie

Falls Sie wirklich eingestellt werden wollen, dann sollten Sie eine wirklich großartige Frage stellen, rät Graham Ward, der außerordentlicher Professor für Führung an der INSEAD Business School ist. „Bei einer guten Frage geht es nicht darum, den Gesprächspartner zu ertappen,“ sagt Ward. „Vielmehr handelt es sich um eine Frage, die zeigt, dass Sie wirklich über die Stelle und das Unternehmen nachgedacht haben, von dem Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden. Dabei sollten Sie auch selbst vorbereitet sein, die Frage zu beantworten.“ Denn laut Ward wird die Frage oftmals an Sie zurückgeben, nachdem sie beantwortet wurde.

Falls Sie selbst keine großartige Frage parat haben, die nicht provokant ausfällt, dann empfiehlt Ward Fragen nach der Strategie. Dabei könnte es sich z.B. um folgendes handeln: „Wie denken Sie, wird sich das Trading in Fixed Income mit der wachsenden Automatisierung verändern?“

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