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Es geht bergauf: Commerzbank-Mitarbeiter kassieren fast 7 Prozent mehr

Commerzbank-Finanzchef Eric Strutz jubelt: “Mit einem Konzernüberschuss von 1 Mrd. Euro, im operativen Geschäft von 1,1 Mrd. Euro, haben wir eines der besten Quartale in der Geschichte der Bank erwirtschaftet, wahrscheinlich sogar das beste.” In dem guten Ergebnis war indes ein Einmalergebnis von 360 Mio. Euro enthalten.

Als Goldesel der Commerzbank erwies sich einmal mehr die Mittelstandsbank, die ihr operatives Ergebnis um 32 Prozent auf 415 Mio. Euro steigern konnte. Auch das Privatkunden- und Osteuropageschäft spülten endlich Geld in die Kasse. So vervielfachte sich das operative Ergebnis im Privatkundengeschäft von 23 auf 116 Mio. Euro und im Osteuropageschäft von 6 auf 78 Mio. Euro.

Schwäche im Investmentbanking

Dagegen purzelte der Gewinn der Investmentbank um 28 Prozent auf 240 Mio. Euro, womit das Investmentbanking noch schlechter als die Gesamtbranche abschnitt.

Vom Geldsegen scheinen auch die Mitarbeiter zu profitieren. So legte der Personalaufwand pro Kopf um 6,5 Prozent auf rund 20.500 Euro zu. Bezüglich des Personalaufwands für die einzelnen Geschäftseinheiten hält sich die Commerzbank jedoch bedeckt.

Lediglich für den Bereich Privatkunden legt die Commerzbank die Karten offen. Dort sank der Personalaufwand um 1,9 Prozent auf 353 Mio. Euro, womit das Institut für jeden Mitarbeiter des Geschäftsbereiches im ersten Quartal rund 18.770 Euro springen ließ.

Laut dem Quartalsbericht legte der Personalaufwand in der Mittelstandsbank “aufgrund höherer Rückstellungen für die variable Vergütung” gegenüber der Vorjahr um 11,9 Prozent zu. Da die Mitarbeiterzahl in diesem Geschäftsbereich nahezu gleich blieb, dürfte es in den Portemonnaies der Beschäftigten klingeln.

Im Privatkundengeschäft wurden die meisten Stellen gestrichen

Auch beim Stellenabbau kommt die Bank zügig voran. So verließen bis Ende März 5300 Beschäftigte das Unternehmen, insgesamt wurde bereits der Abbau von 7400 Mitarbeitern vertraglich vereinbart. Dies heißt jedoch auch, dass die Commerzbank noch 1600 weiteren Beschäftigten den Laufpass geben muss, um den avisierten Abbau von 9000 Stellen bis Ende 2012 zu erreichen.

Vom Kahlschlag beim Personal sind die Geschäftsbereiche indes unterschiedlich betroffen. Den Löwenanteil trug das Privatkundengeschäft, wo binnen Jahresfrist 1446 Mitarbeiter (-7,1 Prozent) gehen mussten, gefolgt vom Investmentbanking mit 170 Mitarbeitern (-8,7 Prozent). Dagegen fielen im Osteuropageschäft nur 119 Stellen (-1,2 Prozent) weg. In der Mittelstandsbank fand sogar ein marginaler Beschäftigungsaufbau statt.

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