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GASTKOMMENTAR: Was Sie mitnehmen sollten, wenn Sie rausfliegen

Falls Sie jemand aus einem Job vertreibt, den Sie mögen (oder zumindest ein wenig) und Sie dabei auch noch recht viel Geld verdienen, dann ist die Versuchung groß, sich auf irgendeine Weise rächen zu wollen.

Nehmen wir beispielsweise einen Freund von mir, der seinen Job verloren hat, kurz nachdem er sich mit seinem Vorgesetzten verbrüdert hatte. Er schrie quer durch den Handelssaal: “Du dachtest wohl, Du könntest mich ein letztes Mal ver**schen.”

Doch in den meisten Fällen ist dies weder ratsam, noch zeugt es von Reife oder fördert die Karriere, falls Sie die Aufmerksamkeit in negativer Weise auf sich ziehen, nachdem Sie von Ihrem Arbeitgeber verstoßen wurden.

Es handelt sich vielmehr um eine Tatsache, dass Ihnen oftmals auch nicht genügend Zeit verbleibt, sich schlecht zu benehmen: Denn Sie müssen sich voll darauf konzentrieren, wie viel Zeug Sie in fünf Minuten in einem Karton unterbringen können.

Doch bevor Sie gehen, sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass es einige Dinge an Ihrem Arbeitsplatz gibt, die Sie vielleicht später noch einmal gebrauchen können: Dinge, die Sie vielleicht nicht zurücklassen wollen. Falls Sie also keine Zeit haben sollten, diese Dinge innerhalb von fünf Minuten zu retten oder diese lassen sich nicht so einfach in einen Karton verpacken, dann müssen Sie womöglich notdürftige Arrangements treffen, falls Sie das Unglück haben, sofort zu fliegen.

Ich rate, über folgende Punkte nachzudenken:

Ihre persönlichen Emails

Ich kenne ein Menge Leute, die Ihre berufliche Emailadresse für alles verwenden. Neben vertraulichen Kundeninformationen enthält ihr Emailaccount Details über ihre Hypothek, Versicherungen, Ehevertrag und sexuelle Vorlieben. Falls Sie Zeit haben, dann sollten Sie diese aussortieren. Sofern das nicht der Fall ist, dann wollen Sie diese vielleicht in einer .pst-Datei mitnehmen.

Dies kann unter Umständen in Ihrem Unternehmen verboten sein und Sie in Schwierigkeiten bringen. Daher weist so mancher Rechtsberater darauf hin, dass die Beschäftigten ihre Emails als persönlich kennzeichnen müssen, so lange Sie nicht direkt mit einer Transaktion verbunden sind.

Kundendaten

Dies ist eine schwierige Frage. Kundenkontakte sind von entscheidender Bedeutung, um einen neuen Job zu finden und es handelt sich um ein bedeutendes Kapital. Doch ein ehemaliger Angestellter der Société Générale musste zu seinem Nachteil feststellen, dass Banken es nicht gern sehen, wenn ihre Beschäftigten (angeblich) Kundenkontakte abschöpfen, um diese andernorts zu nutzen.

Was kann man da unternehmen? Ich bin weder ein Rechtsanwalt, noch möchte ich jemanden dazu verleiten, Gesetze zu brechen.

Allerdings habe ich einen Freund, der in einer Sales-Position bei einem Unternehmen mit einer strikten IT-Politik arbeitete und der mühsam Screenshots von allen seinen Outlookkontakten anlegte und später dafür zahlte, dass diese per Hand abgetippt wurden.

Der Autor arbeitet im Investment Management.

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