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Boni feiern bereits 2009 fulminantes Comeback

Gut ein Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise, die die Welt in die schlimmste Rezession seit 1945 gestürzt hat, sind Investmentbanker schon wieder obenauf. Nach einer Untersuchung der renommierten Beratungsgesellschaft Johnson Associates steigen die Bonuszahlungen in diesem Jahr wieder um 25 Prozent an. Grund sind die plötzlich wieder stark steigenden Gewinne in dieser Sparte.

Das umstrittene Bonus-System war nach Ansicht von Wirtschaftsexperten ein Grund dafür, dass in den USA Hypotheken an Bürger verkauft worden, die diese finanziell völlig überforderten und die diese nicht zurückzahlen konnten. Infolge der “Subrime-Krise” gerieten zahlreiche Banken in finanzielle Schieflage und mussten vom Staat gerettet werden.

Beim Weltfinanzgipfel in London hatten die Regierungschefs der wichtigsten Industriestaaten klare gesetzliche Regeln für die Finanzmärkte beschlossen. In Deutschland hatte sich vor allem NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wiederholt gegen ein zu stark auf Bonuszahlungen orientiertes Vergütungssystem ausgesprochen. “Ich habe kein Verständnis für Banker, die nur auf ihren Bonus schauen und sich die Taschen voll machen”, hatte er zuletzt auf dem CDU-Parteitag am 9. Mai in Essen gesagt.

Doch die Politik scheint wenig Macht zu haben. Laut Johnson Associates nutzen die Banken die hohen Boni derzeit verstärkt, um qualifiziertes Personal anzulocken. So hatte beispielsweise die Deutsche Bank ein komplettes Team von der Investmentbank Merrill Lynch abgeworben, die zuvor von der US-Regierung gerettet worden war.

In Deutschland klagen prominente Banker derzeit sogar ihre Bonuszahlungen ein. Für Aufsehen sorgt ein Fall bei der Dresdner Bank, die von der Commerzbank übernommen und dadurch in Schieflage geraten war. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, hatte die Finanzkrise die Bezüge deutscher Bankmitarbeiter im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Sonderzahlungen seien um durchschnittlich 36,4 Prozent oder 1500 Euro zurückgegangen.

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