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Sollen Bewerber ihre Lebensläufe frisieren?

Ob stumpfe Fingernägel, zu wenig Kopf- und zu viele Rückenhaare, schlaffe Brüste, dicke Bierbäuche oder tiefe Gesichtsfalten – für fast jedes optische Problem gibt’s eine kosmetische Lösung.

Und wie sieht das aus mit den Schönheitsflecken im Lebenslauf? Monatelange Arbeitslosigkeit. Im Nachhinein sinnlose Praktika. Abgebrochenes Studium.

Personalberater sind uneins, ob man/frau Hand anlegen soll. Während einige von eFinancialCareers befragte Headhunter strikt davon abraten, den einen oder anderen “CV”-Makel zu tilgen (“Wenn es rauskommt, ist die Stelle futsch – auch noch Jahre später”), können sich andere Recruiter – die damit aber nicht zitiert werden wollen – in wohlbegründeten Einzelfällen ein vorsichtiges “Aufhübschen” durchaus vorstellen. Vor allem bei denjenigen, die sonst in die Kategorie “Jobhopper” abzurutschen drohen.

Was meinen Sie? Sollen Kandidaten die zweimonatige Arbeitslosigkeit als persönliche Auszeit deklarieren, oder lieber nicht?

Kommentare (4)

Comments
  1. Ich bin ein Jobhopper und würde garantiert keine Stelle mehr bekommen, wenn ich meinen Lebenslauf chronologisch aufschreiben würde. Man muss natürlich höllisch aufpassen, dass es keine Überschneidungen mit den Arbeitszeugnissen gibt. Bei mir ging es bislang gut, weil ich zwischendurch selbstständig war.

  2. Das wäre mir zu riskant. Ich kenne jemandem im Bekanntenkreis, der das gemacht hat – dabei ging es nur um einen Monat Arbeitslosigkeit. Der Widerspruch fiel beim Arbeitszeugnis auf. Ich kann deshalb jedem nur raten, sehr vorsichtig zu sein.

  3. Die Bewerbung muss glaubwürdig zeigen, dass der Bewerber den Herausforderungen der ausgeschriebenen Stelle gewachsen ist. Ein Monat Arbeitslosigkeit ist da genau so uninteressant wie die Aufzählung aller gelesenen Bücher und aller Sportarten in denen man sich versucht hat. Zusammenfassung unrelevanter Aspekte ist durchaus sinnvoll (z.B. statt 2 Monate Aushilfsjob; 9 Bundeswehr + 1 Jahr freiwilliger Dienst; 3 Monate Aushilfsjob; würde ich nur den Wehrdienst als ein Punkt erwähnen). Im Dschungel von detaillierten Aufzählungen könnte der potenzielle Arbeitgeber die 5 Jahre wirklich relevanter Praxiserfahrung übersehen.

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