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Von MBA bis CFA: Nach welchen Qualifikationen deutsche Arbeitgeber derzeit suchen

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Für eine wachsende Zahl an Stellen reicht in Deutschland eine einfache Hochschulausbildung nicht mehr aus. Die Einführung der Bachelor-Studiengänge scheint dazu zu führen, dass sich spezielle Qualifikationen wie MBA, CFA und Master of Finance wachsender Beliebtheit bei Arbeitgebern erfreuen.

Wir haben per 29. Februar unsere aktuellen Stellenangebote in Deutschland daraufhin gesichtet, welche Qualifikationen derzeit besonders gefragt sind. Dabei lassen sich einige wichtige Punkte festhalten:

In Deutschland scheinen immer noch die höheren akademischen Abschlüsse ganz oben auf der Wunschliste der Arbeitgeber zu stehen. Die zum Teil sehr spezifischen Zusatzqualifikationen von Berufsorganisationen werden im internationalen Vergleich eher selten genannt. Ein wichtige Ausnahme stellt der CFA dar; vielleicht ist das Knowhow über diese Qualifikationen aber nur noch nicht zu den Personalabteilungen durchgedrungen.

CFA: 9-mal genannt

Was ist das? Beim Chartered Financial Analyst (CFA) handelt es sich um eine Fortbildung, die aus den USA stammt und breites Wissen zu Finanzanalyse und Investmenttheorien vermittelt. Die Teilnehmer müssen drei Level bestehen und einige Jahre in der Branche gearbeitet haben. Der CFA ist recht renommiert und weit verbreitet. Allerdings fallen bei jeder der drei Prüfungen regelmäßig 60 Prozent der Teilnehmer durch.

Für welche Jobs in ein CFA hilfreich? Ursprünglich war der CFA für Finanzanalysten und Asset Management-Spezialisten gedacht. Doch durch den großen Erfolg des Programms wird diese Qualifikation mittlerweile auch in anderen Bereichen gern gesehen. So wird derzeit auch für Jobs in Credit Risk und Investor Relations explizit nach einem CFA gefragt.

MBA: 9-mal genannt

Was ist das? Beim Master of Business Administration handelt es sich um einen höheren akademischen Abschluss, in dem vor allem akademische und praxisnahe Kenntnisse zum modernen Management vermittelt werden. Das Renommee eines MBA-Titels hängt entscheidend von der jeweiligen Business School ab, an der er erworben wurde.

Für welchen Job ist ein MBA hilfreich? Ein MBA bereitet Teilnehmer auf Management- und Führungsaufgaben vor. Fachkenntnisse in Finance – wie Portfoliotheorie oder Black-Scholes-Formel – spielen indes eine untergeordnete Rolle. Daher ist es erstaunlich, dass drei Arbeitgeber wahlweise nach einem MBA ODER einem CFA fragen. Denn beide Programme umfassen grundverschiedene Inhalte.

MSc / Master of Finance / Master in Real Estate: 4-mal genannt

Was ist das? Bei einem Master of Science handelt es sich um einen weiterführenden akademischen Abschluss, der namentlich in Wirtschafts- und Naturwissenschaften verliehen wird. Dazu zählen so unterschiedliche Fächer wie Economics, Finance oder Physics.

Für welche Jobs ist ein MSc hilfreich? Ein Master kann für die unterschiedlichsten Profile von Vorteil sein. Daher wird insgesamt 11 Mal in Stellenanzeigen (ohne die Praktika) nach einem Master gefragt, oftmals ohne dass die Fachrichtung spezifiziert wird. Allerdings wird zweimal explizit nach einem Master in Finance und einmal nach einem Master in Mathematik bzw. Naturwissenschaften gefragt. Einmal wird sogar ein Master mit Immobilienschwerpunkt (Real Estate) gern gesehen.

Dr. / PhD: 3-mal genannt

Was ist das? Eine Promotion oder englisch PhD stellt international den höchsten akademischen Abschluss dar (sofern es keine Habilitation gibt), mit der der Absolvent einen wichtigen Forschungsbeitrag leisten sollte. Die in Finanzdienstleistungen und in Finance verlangten Promotionen zielen indes zumeist auf hohe mathematische Kenntnisse ab.

Für wen ist eine Promotion geeignet? Ein Doktor-Titel mag jede Visitenkarte ungemein schmücken. Doch besonders gern gesehen werden Doktor-Titel für quantitativ ausgerichtete Positionen, in denen z.B. mit komplexen mathematischen Modellen jongliert wird. So ist die Promotion explizit für Stellen als Quantitative Analyst oder im Risikomanagement erwünscht. Weiter scheint ein Dr. auch in der Beratung hilfreich zu sein. Mithin sieht die Deutsche Bank eine Promotion sogar für eine Traineestelle (!) im Inhouse Consulting gern.

CIIA: 2-mal genannt

Was ist das? Der Certified International Investment Analyst (CIIA) wird hierzulande von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) angeboten. Diese Qualifikation umfasst ähnliche Lehrinhalte wie der CFA, die indes beim CIIA zu einem Großteil in Präsenzveranstaltungen vermittelt werden. Beim CIIA müssen die Teilnehmer zwei Level bestehen.

Für welche Jobs in ein CIIA hilfreich? Ähnlich wie der CFA wurde der CIIA ursprünglich für Analysten und Asset Manager entwickelt.

CPA: 1-mal genannt

Was ist das? International gibt es eine Vielzahl von Qualifikationen für Accountants (Buchhalter) oder Auditors (Wirtschaftsprüfer), die auf den globalen Websiten von eFinancialCareers sehr oft verlangt werden. Nicht so in Deutschland: Hier wird lediglich einmal der Certified Public Accountant (CPA) genannt.

Für wen ist dies hilfreich? Die Vielzahl dieser Zertifikate wird von Buchhaltern und Wirtschaftsprüfern verlangt, die sich mit internationalen Rechnungslegungsstandards wie IFRS und US-GAAP auskennen müssen.

Bankfach- oder Bankbetriebswirt: 1-mal genannt

Was ist das? Der Bankfach- bzw. Bankbetriebswirt stellt eine weiterführende Ausbildung im Rahmen der Industrie- und Handelskammer dar. Diese Fortbildung setzt eine Bankausbildung und Berufserfahrung voraus. Der zweijährige Lehrgang umfasst 500 Stunden.

Für wen ist dies hilfreich? Dies ist vor allem für Bankkaufleute interessant, die sich fortbilden wollen, was vor allem bei Sparkassen, Volksbanken und im Filialgeschäft der großen Banken von Nutzen ist.

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