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Fünf Jahre Haft für Skandaltrader Jérôme Kerviel

Ein Pariser Gericht hat den ehemaligen Börsenhändler der französischen Grossbank Société Générale (SocGen) am heutigen Dienstag (5. Oktober) zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt, wobei die beiden letzten auf Bewährung ausgesetzt wurden. Der 33jährige hatte der SocGen Anfang 2008 einen Verlust von 4,9 Mrd. Euro beschert.

Das Urteil dürfte auch ein Aufatmen in der Chefetage der SocGen auslösen. Denn die Richter sahen es als erwiesen an, dass Kerviel keine Erlaubnis seiner Vorgesetzten dafür hatte, Risikopositionen von rund 50 Mrd. Euro aufzubauen. Die mangelnde Risikokontrolle seitens der französischen Grosbank würden Kerviel nicht von seinen beruflichen Pflichten lossprechen.

Dem heute 33jährigen wurden Fälschung, Vertrauensbruch und unberechtigte Computernutzung vorgeworfen. In allen drei Punkten sahen die Richter Kerviels Schuld als erwiesen an. Die SocGen fordert überdies von ihrem ehemaligen Trader einen Schadensersatz von 4,9 Mrd. Euro. Die Verteidigung hatte einen Freispruch Kerviels gefordert, weil die SocGen das Verhalten des 33jährigen bewusst geduldet habe, um die Gewinne zu maximieren.

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