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INTERVIEW: Fallen die Vergütungen in den kommenden fünf Jahren um die Hälfte?

Jon Terry

Jon Terry

Wie wird sich die Vergütung im Investmentbanking entwickeln? Sind geringere Bezahlung und höhere aufgeschobene Vergütungen wirklich unabwendbar? Wir haben Jon Terry gefragt, der als Partner bei PwC für das Thema Vergütungen zuständig ist.

Wie stark wird die Vergütung im Investmentbanking in den kommenden fünf Jahren fallen?

Es gibt zwei Faktoren, die wahrscheinlich die Vergütungshöhe im Investmentbanking beeinflussen: die Profitabilität und der Anteil an den Profiten, der an die Angestellten verteilt wird. Falls die Banken auch weiterhin ihre Risiken abbauen, dann werden die Profite fallen. Wenn die Aktionäre einen höheren Anteil an den Profiten verlangen, dann wird die Bezahlung sogar exponentiell fallen. Wir haben in den zurückliegenden zwei Jahre geringere Vergütungen im Verhältnis zum Profit gesehen und dieser Trend wird sich wahrscheinlich fortsetzen. Dies kann dazu führen, dass die Höhe der Gesamtvergütungen substanziell geringer ausfällt – vielleicht sogar um 20 bis 50 Prozent in den kommenden fünf Jahren.

Gibt es irgendwelche guten Nachrichten?

Ja. Die Gehälter könnten steigen.

Wieso kann das eintreten?

Falls die Banken einen Sicherheitszaun um ihr Investmentbanking errichten oder es vom übrigen Geschäft abtrennen, dann können die Aktionäre höhere Vergütungen akzeptieren als Preis für das Risiko der Mitarbeiter.

Wie wird im Jahr 2015 ein Bonus von 100.000 Euro bei Großbanken strukturiert sein?

Über 50 Prozent werden auf aufgeschobene, aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder andere Instrumente entfallen, die sich am langfristigen Risiko der Banken orientieren. Dies wird sogar auf eher moderate Bonus-Level zutreffen und ein noch höherer Bestandteil wird bei höheren Boni zeitverzögert ausbezahlt.

Welches stellen die größten Herausforderungen für Banken bei der Vergütung dar?

Die finanziellen Unsicherheiten verringern die Gewinne. Es ist schwierig, die kleine Zahl von Angestellten zu identifizieren, die tatsächlich Alpha generieren. Außerdem herrscht Druck von äußeren Einrichtungen (Medien, Aufsichtsbehörden und Regierungen) auf die vermeintlich angemessene Höhe der Vergütung.

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