☰ Menu eFinancialCareers

SPARKURS: UBS verschärft nach Quartalsverlust Personalabbau

Wie erwartet hat die UBS im Gegensatz zu anderen Grossbanken im zweiten Quartal erneut Verluste produziert und konnte nicht vom Boom im Anleihenhandel profitieren.

Für den Quartalsverlust von 1,4 Mrd. Franken war vor allem das Investmentbanking verantwortlich, dass ein Minus von 1,9 Mrd. Franken besteuerte.

Wegen des Streits zwischen der Schweiz und den USA über das Bankgeheimnis und die Herausgabe von Kundendaten an die US-Steuerbehörde haben ausländische Kunden und institutionelle Anleger Milliardengelder abgezogen.

Im Gegensatz zu Konkurrenten im Ausland musste UBS aber kaum Wertberichtigungen für Kreditrisiken vornehmen. Ein überraschend niedriger Betrag von 388 Millionen Franken reichte dafür aus. “Die UBS hat den Marktkonsens bei den Verlusten im Kreditgeschäft klar geschlagen”, sagte Analyst Javier Lodeiro von Sal. Oppenheim.

WestLB-Analyst Georg Kanders verweist derweil auf die gute Kostendisziplin der Bank. Dazu passt die Aussage der UBS, man sei auf einem guten Weg, die bis 2010 angestrebten Kosteneinsparungen von 3,5 Mrd bis 4,0 Mrd Franken zu realisieren.

MITARBEITERZAHL RÜCKLÄUFIG

Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen wider. Im Laufe des Jahres baut die UBS weltweit 9.200 Stellen ab.

Bis Ende Juni wurden bereits 4.400 Jobs gestrichen, davon 1.103 im Wealth Management &Swiss Bank, 1.816 im Wealth Management Americas, 143 im Global Asset Management, 1.142 im Investmentbanking und 196 im Corporate Center. Per 30. Juni beschäftigte die Grossbank weltweit noch 71.806 Mitabeiter.

Bis Ende Dezember soll deren Zahl auf 67.000 sinken. Die größten Einschnitte müssen nun das Wealth Management & Swiss Bank (2.300) und das Wealth Management Americas (800) verkraften. Im Global Asset Management fallen weitere 800 Jobs dem Rotstift zum Opfer. Die Investmentbank verliert weitere 1.200 Posten. Und im Corporate Center werden 200 Stellen wegrationalisiert.

Die Personalkosten im Wealth Management & Swiss Banking sind wegen der Einschnitte beim Personal auf 27.705 (Vorjahr: 30.616) und gesunkener erfolgsbasierter Komponenten wie Boni im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 um neun Prozent auf 2,0 (2,1 Mrd. Franken) gefallen. Auch die Zahl der Kundenberater ging auf 3.593 (4.423) zurück.

Im Wealth Management Americas wurde das Personal binnen Jahresfrist von 20.282 auf 18.146 verringert. die Ausgaben für die Mitarbeiter fielen Ende Juni im Vergleich zum Vorjahr auf 1,6 (2,3 Mrd. Franken).

Während die Zahl der Mitarbeiter im Global Asset Management auf 3.574 (3.861) fiel, gingen die Personalausgaben lediglich auf 448 (456) Mio. Franken zurück.

Die tiefsten Einschnitte musste freilich das Investmentbanking verkraften. Die Sparte, die der Bank zuletzt Milliardenverluste bescherte verringerte die Personalkosten auf 2,4 (2,9) Mrd. Franken. Derweil fiel die Zahl der Stellen auf 15.324 (19.475).

Das Corporate Center hat derweil die Mitarbeiterzahl auf 7.057 (7.218) verringert.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier