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Backoffice-Exodus nach Luxemburg: Credit Suisse streicht 100 Jobs in Frankfurt

Credit Suisse

Nachdem die UBS erst vor einigen Tagen verkündete, in Deutschland 120 Stellen streichen zu wollen, zieht die Credit Suisse laut einem Bericht der „Welt“ jetzt nach. Demnach will der Schweizer Bankenriese das Backoffice seines Wealth Management-Geschäfts in Deutschland von Frankfurt nach Luxemburg verlegen. Damit werden 100 Jobs in der Mainmetropole wegfallen.

Luxemburg hat den Ruf weg, das Backoffice der europäischen Finanzindustrie zu sein. So wimmelt es im Großherzogtum von Mitarbeitern, die in der Fondsadministration, bei den Big 4, Law-Firmen oder aber im Wealth Mangement arbeiten. Um Kosten zu sparen, will die Credit Suisse ihre Backoffice-Aktivitäten für die EU-Länder in Luxemburg bündeln. An der Kundenbetreuung in Deutschland will die Bank indes auch künftig festhalten.

Es bleibt jedoch fraglich, ob die Kunden den Backoffice-Exodus nach Luxemburg mitmachen werden. Denn das Großherzogtum steht wie Österreich im Ruf, eine EU-interne Steueroase zu sein. „Das machen höchstens 10 Prozent der Kunden mit“, wird ein namentlich nicht genannter Credit Suisse-Mitarbeiter zitiert. Falls die Kunden diesen Schritt nicht akzeptieren sollten, plant die Bank, das Backoffice an einen externen Dienstleister aus Deutschland zu vergeben.

Dieser Schritt belegt abermals, dass die Schweizer Wealth Manager bei ihrer Expansion in den deutschen Markt zunehmend zu kämpfen haben. Erst am gestrigen Donnerstag (9. Februar) hatte die Credit Suisse sehr schlechte Geschäftsergebnisse für 2011 vorgelegt.

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