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Droht ein Arbeitsplatzabbau im Middle- und Backoffice, zB. bei der Deutschen Bank?

Wird Morgan Stanley 10 Prozent seines Personals in denjenigen Bereichen der Bank abbauen, wo keine Erträge generiert werden, um damit die schwachen Erträge in Sales und Trading auszugleichen? Hierauf spielt zumindest ein Leserkommentar an, der über Weihnachten auf dieser Website eingegangen ist. Dieser Verdacht ist vielleicht völlig unberechtigt. So lehnt Morgan Stanley offiziell eine Stellungnahme hierzu ab – aber inoffiziell halten Insider dies für eher unwahrscheinlich.

Doch abgesehen von der Richtigkeit dieser speziellen Behauptung könnte der Druck auf das Middle- und Backoffice in 2011 steigen.

Den deutlichsten Hinweis auf eine Konsolidierung liefert die Deutsche Bank, die bereits ein “Komplexitätsreduzierungs-Programm” umrissen hat, das für das neue Jahr Einsparungen von 800 Mio. Euro und für 2012 von 1 Mrd. Euro vorsieht. Der Löwenanteil entfällt dabei auf den Bereich Corporate and Investment Banking, wonach ein Effizienzsteigerungs-Programm Offshoring, Outsourcing, Prozessoptimierung und die “Umstrukturierung von Trading-Prozessen im Middle- und Backoffice” vorsieht.

Das Kostensenkungs-Programm der Deutschen Bank

Quelle: Deutsche Bank

Dabei ist das Auspressen von Bereichen, in denen keine Erträge generiert werden, nichts neues. So hat beispielsweise Morgan Stanley vor zwei Jahren 2000 Stellen im Backoffice abgebaut.

Einer der führenden europäischen Bankanalysten sagt, dass der Unterschied heute im Vergleich zur Vergangenheit darin besteht, dass die wachsende Regulierung und die Notwendigkeit, auf dem neuesten Stand der Trading-Technologien zu sein, die Banken dazu zwingt, kräftig in einige Bereiche des Middle- und Backoffice zu investieren. Damit steigt gleichzeitig auch der Druck, das Geld an anderer Stelle wieder einzusparen.

“Es handelt sich tatsächlich um die Handelsabwicklung, wo die Leute versuchen, Geld einzusparen”, ergänzt der Bankanalyst. “Viele Banken versuchen, bestehende Systeme zu kombinieren, um Synergien zu erzeugen. Das macht die Deutsche Bank und HSBC unternimmt etwas ganz ähnliches.”

Unterdessen wird laut Recruitern in den Bereichen Risikomanagement, Finance Projects und Projektmanagement weiter eingestellt. “Der Marktausblick ist positiv. Wir haben bereits neue Suchaufträge in diesem Jahr erhalten”, sagt Elan Diamond, Recruitment-Manager Middleoffice bei WH Marks Sattin.

Kommentare (2)

Comments
  1. Man kann sich auch in diesem Bereich totsparen – bis niemand mehr da ist, der die immer komplizierter werdenden Prozesse rechtl. und gesetzlichen Anforderungen erfüllen kann……..
    Leider ist das im Moment (die letzten Jahre) die erlebte Realität
    Ich kann nicht im Handelsbereich bei Neueinstellungen mich auf Leute mit Uniabschluss festlegen und im Backoffice sagen, da reichen mir einfache kaufmänische Angestellte. “Vorne” sollen immer kompliziertere Produkte entwickelt und verkauft werden – wer sie dann abwickelt, muss das auch verstehen können, sachlich und fachlich korrekt abwickeln können – den Gewinn erwirtschaften beide – Front+Backoffice…….leider wird im BO oft nur der Kostenfaktor gesehen

  2. zur Dt Bank: da der immer heraufbeschworene Konsilidierungsprozess in D-Land nun stattfndet und der Primus die Postbank, Sal. Oppenheim (und BHF) sein eigen nennt, ist es doch klar, dass die Stellen alle doppelt und dreifach besetzt sind, so dass entsprechend abgebaut wird.

    Das sollte allerdings jedem schon vorher klar gewesen sein, dass bei der Konsilidierung der Bankenlandschaft Stellen wegfallen werden – und es geht weiter mit den Landesbanken

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