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Julius Bär baut kräftig Personal auf – nur in der Schweiz nicht

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Trotz des turbulenten Marktumfeldes im Wealth Management-Geschäft standen bei Julius Bär in 2011 weiter die Zeichen auf Expansion. Durch das Wachstum in den Schwellenländern erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter im Ausland um stolze 9,9 Prozent auf 896, wie Julius Bär bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2011 am heutigen Montag (6. Februar) mitteilte.

Damit verlagert das Züricher Traditionshaus seine Aktivitäten zunehmend in die Boommärkte in Asien, Osteuropa und Brasilien. Dagegen setzte Julius Bär in der Schweiz den Rotstift an und verminderte die Mitarbeiterzahl um 0,6 Prozent auf 2747 Beschäftigte. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl um 1,8 Prozent auf 3643 Beschäftigte.

Vergütungen sinken

Besonders bei der Anwerbung neuer Kundenberater, die im Private Banking das Neugeld generieren, konnte Julius Bär Erfolge verzeichnen. So erhöhte sich die Zahl der Kundenbetreuer um 43 oder gut 5 Prozent auf 795 Personen.

Bei den Personalkosten trat das Zürcher Bankhaus indes auf die Kostenbremse. Der Aufwand für die Beschäftigten sank – entgegen der steigenden Mitarbeiterzahl – um 4 Mio. auf 787 Mio. Franken. Für jeden Beschäftigten ließ Julius Bär in 2011 also durchschnittlich gut 216.000 Franken springen, was 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr waren.

Zürcher verabschieden sich von ehrgeizigen Ertragszielen

Dies hat auch gute Gründe: Denn die turbulenten Märkte, Rechtsstreitigkeiten im Ausland und der starke Franken belasteten auch bei Julius Bär das Geschäftsergebnis nachhaltig. So purzelte der Vorsteuergewinn in 2011 gegenüber dem Vorjahr um 21,4 Prozent auf 473,6 Mio. Franken. In diesem Wert war jedoch auch eine Einmalzahlung in Höhe von rund 65 Mio. Franken aus einem Vergleich mit den deutschen Justizbehörden enthalten.

Infolgedessen verschlechterte sich auch die Cost/Income-Ratio von 65,4 Prozent auf 68 Prozent. Die Schweizer Privatbank geht von einer längeren Saure-Gurken-Zeit aus und verringerte ihre Gewinnziele für die Zukunft: „Der Zielbereich für die adjustierte Cost/Income Ratio wurde von bisher 60 bis 64 Prozent auf 62 bis 66 Prozent erhöht. Das mittelfristige Ziel für die adjustierte Vorsteuermarge beträgt neu >35 Basispunkte nach >40 Basispunkten bisher. Das Zielband des Neugeldzuflusses bleibt unverändert bei 4 bis 6 Prozent.“

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