☰ Menu eFinancialCareers

UBS streicht 120 Stellen in Deutschland: Kundenbetreuer dürften ungeschoren davonkommen

Bei der UBS in Deutschland soll bis Jahresende jede zehnte der noch 1200 Stellen wegfallen, wobei die Client Relationship Manager für vermögende Privatkunden von dem Streichkonzert weitgehend verschont bleiben dürften. Dies kündigte UBS-Deutschland Chef Axel Hörger in einem Interview mit der „Welt“ an.

Konkret sagte Hörger: „Von den 1200 Mitarbeitern müssen wir etwa zehn Prozent abbauen, wobei wir an der Schnittstelle zum Kunden zurückhaltend sind.“ Mit der Umsetzung der Maßnahme habe die Schweizer Großbank bereits in 2011 begonnen.

Im Rahmen des Sparprogramms sollen „Doppelstrukturen“ in Frankfurt und Zürich abgebaut werden. „Die UBS hat in Erwartung ungebrochenen Wachstums einen nach heutigen Maßstäben zu großen Apparat hingestellt – gerade in der Vermögensberatung. Das müssen wir korrigieren“, sagte Hörger.

Dennoch bekannte sich der UBS-Spitzenbanker zum Standort Deutschland und den dortigen 14 Niederlassungen. Im Zuge des Doppelbesteuerungsabkommens mit der Schweiz erhalten die dortigen Banken einen erleichterten Zugang zum deutschen Markt. Daher könnte die UBS eigentlich auf eine Zentrale in Frankfurt verzichten. „Die Zentrale in Frankfurt ist ein klares Signal für die Wertigkeit, die der deutsche Markt für die UBS hat“, betonte Hörger jedoch.

Neben dem Sparprogramm kündigte Hörger höhere Gebühren im Private Banking an, damit die Sparte endlich auch in Deutschland Gewinn abwirft. „Auf die Gesamtbank bezogen sind die schwarzen Zahlen bei UBS Deutschland bereits Realität. Für die Vermögensverwaltung streben wir mittelfristig die Rückkehr in die Gewinnzone an“, ergänzte Hörger.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

Pflichtfeld

E-Mail

Ungültige E-Mail-Adresse

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier