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Credit Suisse streicht Boni ihrer Investmentbanker um 30 Prozent

Die Credit Suisse im Londoner Stadtteil Canary Wharf. Foto: Dennis Smith

Die Credit Suisse im Londoner Stadtteil Canary Wharf. Foto: Dennis Smith

Zumindest die Senior Investmentbanker der Credit Suisse erlebten gestern ihren „Dolf“-Day. Unter diesem „Day of long faces“ versteht man denjenigen Tag, an dem die Banker die Höhe ihres Bonus für das Vorjahr erfahren. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg teilte die Credit Suisse den betroffenen Mitarbeitern mit, dass ihr Bonus für 2011 um durchschnittlich 30 Prozent geringer ausfällt.

Doch nicht alle Senior Investmentbanker sind von dem Griff ins Portemonnaie gleichermaßen betroffen. So sollen einzelne Mitarbeitergruppen besser wegkommen, weshalb beispielsweise die variablen Vergütungen in Asien nur um 20 Prozent gestrichen werden sollen.

Damit befindet sich der Schweizer Bankenriese indes in guter Gesellschaft. So hat etwa die US-Investmentbank Morgan Stanley angekündigt, die Boni ihrer Senior Investmentbanker und Trader um ebenfalls 20 bis 30 Prozent zu kürzen.

Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die CS Teile ihrer Bonuszahlungen in toxischen Wertpapieren zahlen will, um die eigene Bilanz von riskanten Aktiva zu entschlacken. Angeblich soll es sich um 18 Prozent des Kreditportfolios aus ihrem Derivategeschäft handeln.

Dieser sogenannte „Partner Asset Facility 2“ (PAF 2) soll einer Obligation gleichen und mit einem Coupon von 5 Prozent für Anlagen in Schweizer Franken und mit 6,5 Prozent in anderen Währungen sowie einer Laufzeit von 9 Jahren ausgestattet sein. Dabei hat sich die Credit Suisse bereit erklärt, die ersten 500 Mio. US-Dollar an Verlusten zu übernehmen.

Bereits in 2008 hatte die Bank riskante Aktiva im Wert von rund 5 Mrd. US-Dollar als Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter ausgegeben. Diese hatten damit kein schlechtes Geschäft gemacht; denn der Wert dieses „PAF 1“ hat zwischenzeitlich um 75 Prozent zugelegt. Derartige Gewinnchancen sind in der neuen Struktur des „PAF 2“ nicht vorgesehen.

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