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PROTEST: Deutsche-Ring-Mitarbeiter machen gegen Stellenstreichungen mobil

Die 1.800 Mitarbeiter der Versicherungsgesellschaft Deutscher Ring wollen sich nicht mit dem angekündigten Abbau von 230 Stellen bis 2012 abfinden. Aus Protest haben sie am Montag vorm Hamburger Arbeitsamt protestiert – mit 230 schwarzen Stühlen.

Im November 2008 hatte die Schweizer Bâloise-Gruppe zunächst angekündigt, das Unternehmen in Deutschland zu straffen. Im März teilte der Mutterkonzern anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen für 2008 mit, dass bis Ende 2012 rund 230 Jobs “sozialverträglich” abgebaut werden sollen. Dadurch sollen die Kosten zwischen 20 und 25 Mio. Euro pro Jahr gesenkt werden. Wegen des Widerstands der Mitarbeiter wurden diese Pläne bislang aber noch nicht umgesetzt.

Nach Berechnungen des Betriebsrats der Deutscher-Ring-Gruppe vor, liegt Bâloise wegen der Verzögerungen bis heute um mindestens 15 Mio. Euro hinter ihrer Gewinnplanung zurück.

Rechtsanwälte und PR-Berater hätten bisher rund zwei Mio. Euro gekostet – und weil die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter seit November 2008 weiter gestiegen ist, hätten sich die Abfindungskosten seit dem um weitere 600.000 Euro verteuert.

Deutschland liefert rund 30 Prozent der Bâloise-Umsätze und ist der wichtigste Auslandsmarkt. Weil die eigenen Kosten im Branchenvergleich aber zu hoch sind, habe die Bâloise vor wenigen Tagen ein konzernweites Kostensparprogramm verkündet, das 6,5 Mio. Euro pro Jahr bringen solle, heißt es in einer Mitteilung des Betriebsrats.

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