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Siemens deklassiert Banken: Finanzierungsgeschäft boomt

Siemens AG Annual General Meeting

Siemens zeigt den Banken, wie man im Finanzdienstleistungsgeschäft anständig Geld verdient – trotz und wegen der Krise. So hat Siemens Financial Services (SFS) im ersten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. Dezember endet, einen Vorsteuergewinn von 199 Mio. Euro eingestrichen.

Damit konnte der Industriegigant sein Finanzierungsgeschäft nahezu verdoppeln, wie das Unternehmen bei der Präsentation der Geschäftszahlen am heutigen Dienstag (24. Januar) berichtete.

Während Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann einst von einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent träumte, übertrifft Siemens diese Zielmarke bereits. Der Bereich SFS, der vor einigen Monaten eine eigene Banklizenz erhielt, erzielte zwischen Oktober und Dezember 2011 eine Eigenkapitalrendite von 35,7 Prozent. In Vorjahresquartal hatte der ROE noch bei 22,6 Prozent gelegen.

Damit lag die Eigenkapitalrendite oberhalb des Zielkorridors von 15 bis 20 Prozent, wobei allerdings 78 Mio. allein aus den Verkauf von Anteilen am Bangalore Airport in Indien zurückgehen. Das Gesamtvermögen kletterte von Ende September bis Ende Dezember um 10 Prozent auf 16,1 Mrd. Euro.

Doch damit ist noch lang nicht Schluss: Siemens will sein Finanzierungsgeschäft in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Mit dem Wachstumskurs des Finanzierungsgeschäfts will Siemens-Finanzchef Joe Kaeser die zögerlichere Kreditvergabe der Banken an Unternehmenskunden infolge der Finanzkrise kompensieren.

Der Siemens-Gesamtgewinn aus den fortgeführten Aktivitäten des Konzerns belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres auf 1,356 Mrd. Euro, was 27 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. Damit trägt die Finanzdienstleistungssparte bereits fast 15 Prozent zum Gewinn bei.

Quelle: Siemens

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