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Finanzkrise trifft DZ Bank hart – Fusion mit WGZ bedroht Arbeitsplätze

Die Finanzkrise hat der genossenschaftlichen DZ Bank im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von gut einer Milliarde Euro beschert. Die Eigentümer – Volks- und Raiffeisenbanken – schießen nun frisches Geld zu, um die dünner gewordene Kapitaldecke zu stärken.

Das stark am Kapitalmarkt aktive Geldhaus muss fast vier Milliarden Euro an Belastungen verkraften, zum größten Teil Abschreibungen auf Bankanleihen, Staatsanleihen und strukturierte Wertpapiere. Doch auch das Engagement bei der zusammengebrochenen Investmentbank Lehman Brothers und bei isländischen Geldhäusern schlug negativ zu Buche.

Mit der Kapitalerhöhung rüstet sich die DZ Bank auch für die anstehende Fusion mit der kleineren WGZ Bank. Die beiden verbliebenen Spitzeninstitute der Volks- und Raiffeisenbanken wollen in der ersten Jahreshälfte zur drittgrößten deutschen Bank verschmelzen. Mehrere Anläufe zu einer Fusion waren in den vergangenen Jahren gescheitert, diesmal ist der Druck aber auch vonseiten der Volksbanken höher.

In den Fusionsgesprächen geht es noch um Bewertungsfragen, die wiederum an den Jahresbilanzen hängen. Auch die WGZ Bank dürfte Finanzmarktexperten einen Verlust ausweisen, aber voraussichtlich einen deutlich geringeren. Eine Kapitalerhöhung wird bei den Düsseldorfern nicht erwartet.

Die Partner erwarten jährliche Ertrags- und Effizienzpotenziale von bis zu 120 Mio. Euro. Beide Institute beschäftigen zusammen rund 5.000 Mitarbeiter.

Die Sparpläne der Genossenschaftsbanken stoßen bei der Gewerkschaft Verdi auf massive Kritik. Die Arbeitnehmervertreter befürchten den Abbau Tausender Stellen und schlechtere Tarifbedingungen für viele der 170.000 Mitarbeiter bei den Kreditgenossen. “Wir sind in erhöhter Alarmbereitschaft”, sagte Verdi-Fachreferent Mark Roach

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