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Kostensenkungen führen zu Einkommenssteigerungen

Der Aufschwung in Deutschland ist gebremst, viele Unternehmen treiben die Senkung ihrer Kosten voran. Um die Kostenstrukturen in den Griff zu kriegen, brauchen die Firmen das Know-how qualifizierter Finanzprofis – und das ist ein zunehmend teures Gut.

Im Rahmen der “Potenzialanalyse Ertragssteuerung” der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting bewerten 64 % der befragten Unternehmensentscheider die Verbesserung des Kosten-Know-hows ihrer Fachkräfte als wichtig bis sehr wichtig.

Und doch schöpfen deutsche Unternehmen die internen Potenziale zur Kostensenkung nicht aus. Vor allem bei der Qualifizierung von Kostenprofis wie Buchhaltern und Controllern gibt es Jörg Forthmann von Steria Mummert Consulting zufolge Defizite: “58 % der Unternehmen räumen ein, dass bei Schulungen im Kostenmanagement Nachholbedarf besteht.”

Neueinstellungen sind teuer

Die Alternative, qualifizierte Buchhalter und Controller neu einzustellen, kann jedoch teuer sein: Denn der starke Mangel an qualifizierten Controllern schlägt sich dem aktuellen “Global Financial Salary Guide 2008” des spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half Finance & Accounting zufolge in der Gehaltsentwicklung deutlich nieder.

Ihre Einstiegsgehälter bewegen sich in Deutschland je nach Branche und Unternehmensgröße derzeit zwischen 35.000 und 50.000 €. Nach sechs bis neun Jahren im Beruf verdienen Controller zwischen 50.000 und 80.000 € pro Jahr. “Damit sind die Gehälter in den letzten zwei Jahren im Durchschnitt bis zu 13 % gestiegen”, erläutert Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half.

Auch Buchhalter verzeichnen Einkommenssteigerungen: Bilanzbuchhalter, die sechs bis neun Jahre in ihrem Beruf tätig sind, verdienen der Robert Half-Studie zufolge heute zwischen 53.000 und 65.000 €. Das sind im Durchschnitt 10 % mehr als vor zwei Jahren.

Jens Hahn, Prokurist der auf Beratungsleistungen im Finanzwesen spezialisierten TriFinance GmbH in Düsseldorf, rät Unternehmen nicht zuletzt angesichts solcher Gehaltsteigerungen zu Investitionen in die fachliche und persönliche Weiterentwicklung von qualifizierten Fach- und Führungskräften: “Diese Form des Investments steigert die Qualifikation und somit mittelbar den Marktwert eines hochmotivierten Mitarbeiters im Finanzressort und wird erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrnehmbar realisiert.” So können qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden und den Anforderungen seitens der Finance Professionals nachgekommen werden.

Dies scheint eine gute Möglichkeit beispielsweise für die Branche Telekommunikation/IT/Medien. Mit einer Durchschnittsschulnote von 1,6 schätzen die von Steria Mummert Consulting befragten Entscheider die Bedeutung von im Kostenmanagement qualifiziertem Personal besonders hoch ein. Zugleich ist hier der Optimierungsbedarf bei den Mitarbeitern besonders hoch, da sich die Branche mit der Ausschöpfung der Möglichkeiten zur Kostensteuerung durch geschulte Mitarbeiter nur bedingt zufrieden zeigt.

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