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Credit Suisse-Chef Dougan entzückt über erstes Quartal – Doch Mitarbeiter kassieren weniger

Die Schweizer Großbank kann ihren Höhenflug fortsetzen. Im ersten Quartal erwirtschaftete die Credit Suisse einen Gewinn von 2,055 Mrd. Franken, was allerdings nur marginal über den Zahlen des Vorjahresquartals liegt.

Die Mitarbeiterzahl legte um 3,4 Prozent auf 48.300 zu, während die Personalkosten um 10,3 Prozent auf 3,9 Mrd. Franken zugeführt wurden. Folglich wandte die Bank für jeden Mitarbeiter durchschnittlich 80.600 Franken auf, im Vorjahreszeitraum waren es noch 93.000 Franken gewesen.

Auch im Investmentbanking gibt es lange Gesichter

Dabei erwies sich einmal mehr das Investmentbanking als goldener Esel. Denn allein diese Sparte steuerte 1,794 Mrd. Franken zum Gewinn bei, was jedoch knapp 10 Prozent weniger sind als im Vorjahresquartal.

Noch stärker traf es die Mitarbeiter im Investmentbanking. Der Personalaufwand brach in dem gleichen Zeitraum um 20 Prozent auf 2,324 Mrd. Franken ein. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs indes um 600 auf 20.000 an.

Für einen Mitarbeiter wandte die Credit Suisse somit durchschnittlich 116.200 Franken auf, was 24,8 Prozent unter dem Vergleichszeitraum liegt. Daher konnte die Investmentbank ihre Vergütungsquote von 48 auf 44 Prozent der Erträge senken. Allerdings liegt die Vergütungsquote damit immer noch über den Werten der US-Konkurrenz.

Dougan will Einstellungsoffensive fortsetzen

Dennoch bemühte sich CS-Chef Brady Dougan schönes Wetter zu verbreiten und sprach sogar von Neueinstellungen: “Dank der erfolgreichen Ausrichtung auf das veränderte Branchenumfeld entwickelt sich das Investmentbanking sehr gut. Wir sind überzeugt, dass wir durch unsere Präsenz und den Ausbau der Kundenbasis unsere Marktanteile in allen Investmentbanking-Geschäftsbereichen weiter erhöhen können. Wir wollen unser Wertschriftengeschäft deutlich ausbauen und verstärken deshalb unsere Teams in wichtigen Bereichen wie den Zins- und Devisen, Emerging-Markets- und Kreditprodukten.”

Private Banking trotzt wankendem Bankgeheimnis

Dagegen scheint das Private Banking des Schweizer Branchenprimus die Diskussionen um das eidgenössische Bankgeheimnis heil zu überstehen. Allein von Januar bis März konnte die Bank Netto-Neugeldzuflüsse von 18,6 Mrd. Franken verzeichnen. In der Sparte wurden 892 Mio. Franken verdient.

Die Kernkapitalquote stieg von14,1 auf 16,4 Prozent an, womit die Credit Suisse jedoch im Branchenvergleich recht stark aufgestellt ist.

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