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Fünf Tipps, wie Sie einen Rausschmiss in einem Vorstellungsgespräch begründen können

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Durch die Kündigungswelle der zurückliegenden Monate sind viele Mitarbeiter aus den Finanzdienstleistungen mit der beängstigenden Aussicht konfrontiert, einen neuen Job aus der Arbeitslosigkeit heraus zu suchen. Die Glücklichen, die zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind, werden dabei unausweichlich gefragt, wieso sich ihr Arbeitgeber von ihnen getrennt hat. Hier haben wir einen kurzen Ratgeber zusammengestellt, wie Sie mit dieser Situation umgehen:

1. Bleiben Sie ruhig: Der Gesprächspartner wäre noch mehr beunruhigt, wenn Sie selbst gekündigt hätten

„Es ist nur normal, wenn Sie sich Sorgen machen, dass Arbeitgeber skeptisch sind, jemanden einzustellen, dem gekündigt worden ist“, sagt Jane McNeill von Hays Banking. „Doch in diesen Zeiten ist mit einer Kündigung nur ein kleines Stigma verbunden und die meisten Arbeitgeber sind der Auffassung, dass es besser ist, eine Zeit der Arbeitslosigkeit in seinem Lebenslauf zu haben als zwei kurze Beschäftigungsverhältnisse, die Sie selbst gekündigt haben“, ergänzt McNeill.

2. Geschäft ist Geschäft: Nehmen Sie’s nicht persönlich

Briana Hill, Mitbegründerin von Numbers Executive Recruitment, betont, dass die meisten Kündigungen auf individuelle Leistungsschwächen zurückgehen. „Willkommen in der neuen Arbeitswelt: Es geht ums Geschäft, nicht um Sie persönlich. Bei einer Kündigung handelt es sich nicht länger um ein Schimpfwort oder um etwas, für das man sich schämen müsste. Sprechen Sie es laut und deutlich aus, denn es besteht die Chance, dass es wenig mit Ihrer persönlichen Performance zu tun hat.“

Darüber hinaus stehen viele Länder am Ende der Berichtshierarchie und müssen Personalentscheidungen ausbaden, die in London, Hongkong oder anderswo getroffen werden, sagt Barry Harte von Pentire Associates. „Jemand auf der anderen Seite der Welt, den Sie niemals getroffen oder gesprochen haben und der Sie niemals bei der Arbeit gesehen hat, trifft die Entscheidung, dass Ihr Team die Kosten um 10 Prozent senken muss. Dann dürfen Sie es nicht persönlich nehmen, wenn Ihnen gekündigt wird und die Ergebnisse Ihres Teams nicht so gut waren. Sie haben womöglich wirklich hart gearbeitet – ohne die Chance, einen anständigen Bonus zu erhalten.“

3. Arbeitslosigkeit ist ganz normal: Sprechen Sie darüber, als wäre es nichts außergewöhnliches

Lassen Sie sich während eines Vorstellungsgesprächs nicht in die Defensive treiben und erscheinen Sie nicht als jemand, der etwas zu verbergen hat. Sprechen Sie über Ihre Entlassung wie über jedes andere Problem in Ihrer Karriere. „Sie sollten ungezwungen sein und offen Ihre Kündigung im Vorstellungsgespräch mit einem Recruiter oder einem potenziellen Arbeitgeber ansprechen, denn diesen dürfte das derzeitige Marktumfeld bewusst sein und sie sollten wissen, dass Sie nicht der einzige in dieser Situation sind“, sagt McNeill.

4. Der Kontext ist Trumpf: Begründen Sie die Entlassung ausführlich

Laut Sharmini Thomas von Michael Page sollten Bewerber in einem Vorstellungsgespräch ausführliche Hintergrundinformationen über die Gründe liefern, wieso das Unternehmen Personal abgebaut hat – wie etwa eine schwache finanzielle Performance, eine Restrukturierung oder eine Verlagerung ins Ausland.

„Wenn Sie über den Grund Ihres Abgangs sprechen, dann erzählen Sie auch vom Kontext des Geschäftsumfelds, der Performance und der Strategie, mit denen die Herausforderungen angegangen werden. Sprechen Sie über Ihre Kündigung aus geschäftlicher Sicht. Es geht nicht darum, sich als Opfer der Weltfinanzkrise oder deren gefürchteter Rückkehr darzustellen, sondern um eine Überlebensstrategie.“

Bei jüngeren Arbeitskräften kann es sich auch um das altbekannte Problem handeln, am falschen Arbeitsplatz oder am falschen Ort zu sein. „Wenn es eng wird, dann können Teams mit ein oder zwei Analysten weniger funktionieren, weil die Associates oder Vice Presidents geringer ausgelastet sind und die Zeit haben, zurück zu gehen und ihre Excell-Kenntnisse zu nutzen“, sagt Harte.

5. Erreichtes zählt: Seien Sie stolz auf Ihre Vergangenheit

Laut Hill sollten Bewerber in einem Vorstellungsgespräch betonen, was sie so alles bei ihrem alten Arbeitgeber erreicht haben. Dies könne dabei helfen, die Befürchtungen zu zerstreuen, dass Ihre Entlassung irgend etwas mit Ihrer Entlassung zu schaffen haben könne.

„In einem Vorstellungsgespräch konzentrieren sich die Arbeitgeber auf das Talent und die Fähigkeiten, die ein Bewerber für ihr Geschäft mitbringt. Profis sollten in der Lage sein, selbstbewusst ihre Kompetenzen und Berufserfahrung zu erläutern. Sie sollten klar ihre vorherigen Positionen und Verantwortlichkeiten umreißen können, die in ihrem Lebenslauf aufgelistet sind und auch über ihre Leistungen sprechen können“, ergänzt Thomas.

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