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Fünf Tipps, wie Sie perfekt gekleidet beim Vorstellungsgespräch erscheinen

Heiko Krajewski ist Mitbegründer von tailorjack.

Heiko Krajewski ist Mitbegründer von tailorjack.

20 Jahre hat Heiko Krajewski in den Finanzdienstleistungen gearbeitet. Dort führte ihn seine Karriere von einer Ausbildung bei der Hamburger Sparkasse ins Sales und letztlich in den Vertrieb geschlossener Fonds. Doch nachdem der Markt für derartige Anlagevehikel eingebrochen ist, entschied sich der altgediente Banker zu einem radikalen Karriereschwenk. Krajewski gründete im Frühjahr mit einigen Kompagnons „tailorjack.de“, einen Online-Vertrieb für maßgeschneiderte Business-Kleidung.

„Während meiner Zeit in der Finanzdienstleistungsbranche habe ich festgestellt, dass es dort einen großen Markt für maßgeschneiderte Business-Kleidung gibt und ich habe auch eine großes Netzwerk in der Branche“, sagt der ehemalige Banker. Seit rund acht Jahren trägt Krajewski selbst Maßkleidung, die er bei seinem thailändischen Schneider Jack bestellt hat, der gelegentlich aus Asien nach Hamburg anreiste und jedes Mal wurde die Schlange von Bankern länger, die sich für Maßanzüge interessierten. Damit war das Geschäftskonzept für tailorjack geboren.

Auf eFinancialCareers gibt der Maßkleidungsexperte einige Tipps, wie Sie sich perfekt für ein Vorstellungsgespräch in den Finanzdienstleistungen kleiden. Sorry für die Damen, die folgenden Tipps richten sich nur an Herren:

1. Das beste Fachwissen nützt nichts, wenn Sie in „Lumpen“ daherkommen

„In Deutschland ist es nun einmal so, dass der erste Eindruck entscheidet“, sagt Krajewski. Somit nützt auch das beste Fachwissen nichts, wenn Sie in „Lumpen“ daherkommen. Freilich können umgekehrt auch perfekt gekleidete Leute nicht punkten, wenn sie über kein Fachwissen verfügen.

„Sie dürfen aber auch nicht überkandidelt auftreten. Auf das Einstecktuch sollte man also lieber verzichten“, rät der Bekleidungsexperte. Vielmehr sei im Banking schlichte Eleganz gefragt. Die Anzüge sollten Seriösität und Kompetenz vermitteln und Sie müssen sich wohlfühlen. „Bei einem Vorstellungsgespräch sollte das ganze Äußere so angepasst werden, dass Sie das Unternehmen optimal repräsentieren können“, betont Krajewski.

2. Dunkle Farben sind Trumpf

Nach wie vor sind helle Anzugfarben in der Finanzdienstleistungsbranche tabu. Ein beiger Anzug mag in der Industrie oder allenfalls noch am Casual Friday, wenn kein Kundenkontakt ansteht, möglich sein. Folglich kommen in der Finanzbranche lediglich gedeckte Farben wie Dunkelblau, Anthrazit oder Schwarz in Frage. „Auf große Nadelstreifen sollten Sie ebenfalls verzichten, vielleicht kommen noch kleine Nadelstreifen in Frage“, ergänzt Krajewski. Von einer Kombination aus heller Hose und dunklem Sacko oder umgekehrt sei ebenfalls streng abzuraten.

Dabei beschränkt sich die Farbauswahl nicht nur auf diese eher trivialen Weisheiten. Vielmehr gelte es, auch Feinheiten im Hinterkopf zu behalten. „Wenn Sie ein heller Hauttyp sind, dann sollten Sie keinen völlig schwarzen Anzug wählen, da Sie ansonsten noch blasser wirken. Vielmehr sollten Sie in den anthrazitfarbenen und grauen Bereich hineingehen. Wenn Sie indes sonnengebräunt sind, dann ist vieles möglich“, sagt der Experte.

3. Gürtel und Schuhe müssen gleichfarbig sein

Die Farbe des Anzugs und der Schuhe muss nicht unbedingt übereinstimmen. „Wenn Sie sich für andersfarbige Schuhe entscheiden, dann muss auch der Gürtel andersfarbig sein. Die Schuhe müssen immer zum Gürtel passen, ansonsten sieht das merkwürdig aus“, fährt Krajewski fort.

4. Beim Hemd lässt sich vieles falsch machen

Krajewski schätzt, dass rund 80 Prozent der getragenen Hemden in der Finanzdienstleistungsbranche weiß sind. Die restlichen 20 Prozent entfallen auf Hellblau sowie Hemden mit Streifen- oder Karomuster. Bunte Farben sind im Banking ebenfalls tabu.

Doch das eigentliche Risiko lauert anderswo. „Sie können beim Hemd sehr viele Fehler machen, da die Konfektionsgröße sich allein an der Kragenweite bemisst“, sagt Krajewski. Somit komme es z.B regelmäßig vor, dass die Ärmel zu lang oder zu kurz sind. „Das perfekte Hemd muss 1 Zentimeter länger als der Anzugärmel sein“, betont Krajewski.

5. Die riesige Krawattenauswahl verlockt ebenfalls zu Fehlern

„Die Auswahl an Krawatten ist so riesengroß, da kann es auch schnell zu einem Fehlgriff kommen“, sagt Krajewski. Generell empfiehlt der Experte eine klassische Krawattenbreite von 8 Zentimetern. Zwar seien gegenwärtig wieder einmal schmale Krawatten in Mode, allerdings gebe es bei derartigen Moden immer das Risiko, dass sie schnell zuende gehen. Mit einer klassischen Krawatte sind Sie daher auf der sicheren Seite.

Laut Krajewski sollte die Krawatte oberhalb der Gürtelschnalle enden und keinesfalls zu kurz sein. Von Comic- oder saisongemäßen Weihnachtskrawatten rät der ehemaligen Banker ebenfalls ab. Falls das Hemd einfarbig ist, dann kann die Krawatte durchaus gemustert sein. Wenn indes ein Hemd mit Streifen oder Karos getragen wird, dann sollte die Krawatte schlicht ausfallen. „Sind das Hemd und die Krawatte gemustert, ist das für das Auge ‚too much’“, ergänzt Krajewski.

„Perfekt ist ein mit dem Hemdkragen abschließender Knoten“, sagt Krajewski. Für das Vorstellungsgespräch hat der Kleidungsexperte noch einen speziellen Tipp parat. „Vor einem wichtigen Gespräch unbedingt noch einmal in den Spiegel schauen und die Krawatte gerade ziehen, damit alles perfekt aussieht.“

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