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Fünf Fakten & Folgen der eFC-Bonusumfrage für Ihr Portemonnaie

Laut den meisten Analysteneinschätzungen fallen die Ergebnisse der Banken im dritten Quartal eher bescheiden aus, wofür vor allem die schwierige Situation im Investmentbanking verantwortlich ist. Dies spricht nicht für üppige Bonuszahlungen für 2010. Dennoch reiben sich die meisten deutschsprachigen Teilnehmer der eFinancialCareers-Bonusumfrage die Hände.

Zunächst einige Fakten

Nicht ganz überraschend lacht auf den Pässen von 70 Prozent der deutschsprachigen Umfrageteilnehmer ein Bundesadler und auf weiteren 27 Prozent prunkt das Schweizerkreuz. Rund jeweils die Hälfte der Teilnehmer arbeiten bei Privat- und Geschäftsbanken sowie bei Instituten mit mehr als 5000 Beschäftigten, womit die Umfrage gerade für die Großbanken beiderseits des Bodensees aussagekräftig ist. Zwei Drittel gab an, im Frontoffice beschäftigt zu sein.

1. Konsequenz: Im Portemonnaie klingelt es wieder lauter

Die Zuversicht unter den Bankern steigt wieder. Immerhin 47 Prozent der Teilnehmer rechnen mit einer Zunahme ihres Bonus, 28 Prozent gehen von gleichbleibenden variablen Bezügen aus und 25 Prozent fürchten eine Schlankheitskur für ihre Portemonnaies.

Doch dies kann die Bonus-Vorfreude bei vielen Bankern nicht trüben. Denn 27 Prozent aller Umfrageteilnehmer hofft auf eine Steigerung um bis zu 30 Prozent, gut 11 Prozent von 30 bis 70 Prozent und 8 Prozent erwarten sogar einen Aufschlag von über 70 Prozent.

2. Konsequenz: Hohe Cashboni auch weiterhin üblich

Wenn es nach den Wünschen von Politikern und Regulierungsbehörden geht, wird ein Großteil der Bonuszahlungen aktienbasiert und zeitlich verzögert ausgezahlt. Nach den Antworten der Umfrageteilnehmer erweist sich dies als bloßer Wunschtraum. So erwarten 69 Prozent der Umfrageteilnehmer mehr als 50 Prozent des Bonus in bar zu kassieren. Immerhin die Hälfte gibt an, dass sich damit bei ihnen im Vergleich zu Vorjahr nichts ändert.

Von den Stichworten “aktienbasiert” und “zeitlich verzögerte Auszahlung” scheinen die meisten Banker in Deutschland und der Schweiz nicht betroffen zu sein. Denn 59 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass von ihren Boni nichts zurückgestellt werde. Auch Mechanismen zur Rückzahlung gewährter Boni scheinen für die meisten Banker unerheblich zu sein. Nur 19 Prozent gaben an, ihre variable Vergütung unterliege einem Rückforderungsvorbehalt.

3. Konsequenz: Festgehälter steigen ebenfalls

Auch bei der Entwicklung der Festgehälter gibt es viel Grund zur Freude. So gaben 56 Prozent an, dass ihre Grundvergütung gegenüber dem Vorjahr gestiegen sei, wobei die Veränderung nahezu ausschließlich zugunsten des Mitarbeiters ausfiel. Bei 59 Prozent diesen Teils der Umfrageteilnehmer stieg das Fixgehalt um bis zu 10 Prozent und bei weiteren 24 Prozent um sogar 10 bis 30 Prozent. Eine glückliche Minderheit von 15 Prozent konnte sich über einen Gehaltssprung von mehr als 30 Prozent freuen.

4. Konsequenz: Doppeltes Glück bei der Gesamtvergütung

Einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Bonushöhe und des Festgehaltes vermögen übrigens 59 Prozent nicht zu erkennen. Somit winkt der Mehrzahl der Umfrageteilnehmer das doppelte Glück von steigenden Boni und wachsenden Grundgehältern.

Denn 54 Prozent rechnen für 2010 mit steigenden Gesamtvergütungen, wovon 42 Prozent von einem moderaten Zuwachs von bis zu 10 Prozent ausgehen, und weitere 33 Prozent von einem Plus von 11 bis 30 Prozent. Doch immerhin 25 Prozent reibt sich schon einmal vor Vorfreude die Hände und erwartet einen kräftigen Aufschlag auf ihre Gesamtbezüge in Höhe von mehr als 30 Prozent.

5. Konsequenz: Rosige Aussichten für Investment-Banker

Für die Zukunft sind die meisten Teilnehmer optimistisch gestimmt. Allein 38 Prozent erwarten eine Zunahme der Gesamtvergütung im Investmentbanking von über 25 Prozent in den kommenden drei Jahren, weitere 23 Prozent rechnen mit einem Wachstum von bis zu 25 Prozent. Dagegen gehen lediglich 18 Prozent von keiner Veränderung aus und 21 Prozent erwarten einen Rückgang. Falls die Mehrheit Recht behalten sollte, dann dürfte so manchem Portemonnaie ein wahres Mastprogramm bevorstehen.


Quelle: eFinancialCareers

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