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SCHRUMPFKUR: Hypo Real Estate einigt sich mit Betriebsrat auf Stellenabbau

Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat im ersten Halbjahr 2009 wegen Wertberichtigungen auf wackelige Immobilienkredite einen Milliardenverlust ausgewiesen.

Der Fehlbetrag lag bei 1,1 Mrd. Euro, nach 160 Millionen Überschuss im Vorjahreszeitraum, teilte die HRE am Freitag mit. Allein auf Immobilienkredite mussten 1,1 Mrd. Euro abgeschrieben werden, weitere 29 Mio. Euro auf Infrastruktur- und Staatsfinanzierungen.

“Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass wir vor 2012 wieder in die Gewinnzone zurückkehren können”, sagte der HRE-Chef Axel Wieandt.

Im Herbst musste das Institut nach Fehlspekulationen der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa gerettet werden. Hilfen vom Bund und Banken über 100 Mrd. Euro halten die HRE mittlerweile künstlich am Leben.

Das vergangene Jahr hatte die Immobilienbank mit einem Minus von knapp 5,5 Mrd. Euro abgeschlossen.

Nach ihrem Beinahe-Kollaps im Herbst wird die HRE mit Garantien und Kapitalhilfen in Höhe von 102 Mrd. Euro gestützt. Insbesondere das zweite Quartal von April bis Juni habe die HRE mit einem Verlust von 750 Mio. Euro belastet.

Dennoch habe das Institut “wichtige Fortschritte” bei seiner Neuausrichtung gemacht und bereits 15 von 26 zu schließenden Filialen abgewickelt und mit dem Betriebsrat vereinbart, die Mitarbeiterzahl gegenüber November 2008 um rund 300 zu reduzieren, davon rund 100 in Deutschland.

Ende Juni beschäftigte der Konzern noch 1.582 Mitarbeiter, nach 1.786 Mitarbeiter Ende 2008.

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