☰ Menu eFinancialCareers

Fingerhakeln um Tarifvertrag vorbei: 1,6 Prozent mehr Lohn für Bankmitarbeiter

Das Fingerhakeln um den neuen Tarifvertrag für die 240.000 Beschäftigten der Privat- und Landesbanken hat ein Ende. Ab Januar 2011 erhalten die Beschäftigten 1,6 Prozent mehr Lohn, wie die Tarifpartner am Donnerstag (10. Juni) mitgeteilt haben.

Überdies wird im August eine Einmalzahlung von 300 Euro an die Mitarbeiter geleistet sowie von 75 Euro für die Auszubildenden. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 22 Monaten.

Die Gewerkschaft Verdi war erstmals ohne ein konkretes Gehaltsziel in die Verhandlungen gestartet und wollte vor allem Regelungen im Tarifvertrag festschreiben, um den Vertriebsdruck auf die Mitarbeiter der Branche zu begrenzen.

“Es ist uns gelungen, eine Vereinbarung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu erzielen, die bessere Voraussetzungen für die Arbeits- und Gesundheitsbedingungen der Beschäftigten schafft. Damit sollen unter anderem Führungskräfte dazu angehalten werden, den Druck auf die Beschäftigten zu verringern. Die Ziele sollen fair, erreichbar und unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse formuliert sein”, sagt Verdi-Bundesvorstand Uwe Foullong.

“Das ist ein Abschluss mit Gewicht. Wir haben eines der umfangreichsten Tarifpakete der vergangenen Jahre auf den Weg gebracht. Damit schaffen wir in einem schwierigen Marktumfeld Sicherheit und Klarheit”, ergänzt Bankenverhandlungsführer Ulrich Sieber.

“Der Tarifabschluss ist ausgewogen und fair. Er bewegt sich auf einem noch vertretbaren Niveau”, erklärte Karl-Heinz Boos vom Bundesverband Öffentlicher Banken.

Die Regelungen zur Altersteilzeit, zum Vorruhestand und zur tariflichen Kurzarbeit wurden verlängert.

Kommentare (1)

Comments
  1. Der Vertriebsdruck nimmt meiner Erfahrung nach immer verheerendere Züge an. Ich kann nicht sehen, wo der Tarifvertrag hier einen Fortschritt erzielt hat.

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier