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DER BERATER: Wieso nur gute Headhunter und gute Jobportale zu einer neuen Stelle verhelfen

Unser Gastautor arbeitet als Consultant im Kapitalmarktumfeld und war auf der Suche nach einem neuen Job. In einem Blog hat unser Kolumnist über seine Erfahrungen bei diesem Unterfangen berichtet. Hier nun sein Fazit:

Da ich nun meinen neuen Job gefunden habe und einige meiner Erlebnisse den Weg in diesen Blog gefunden haben, möchte ich die Zeit nutzen, um zu reflektieren, welche Wege für mich am effektivsten waren.

Meine negativen Erfahrungen mit Headhuntern, die mich über deutsche soziale Netzwerke angesprochen haben

Die kostenpflichtigen deutschsprachigen sozialen Netzwerke haben mich – offen gesagt – etwas schockiert: Über diese habe ich meist total unpassende Anfragen von Headhuntern erhalten. Viele waren nur daran interessiert, ihre aktuelle Vakanz zu füllen. Stellenweise entpuppten sich diese Headhunter sogar als “zweifelhaft”. Zum Beispiel erhielt ich einmal folgendes Angebot: “Wenn Sie das Interview mit Beratung XYZ machen, dann bringe ich Sie danach zu einem Interview im Venture Capital.” Der betreffende Headhunter wollte wohl einfach nur Leute vorstellen. Vielleicht dachte er sich, dass dies allein schon reichen würde, um jemanden platzieren zu können? Ich habe mich jedoch nicht auf diesen Deal eingelassen und rate jedem, bei einem ähnlichen Angebot die Zusammenarbeit zu beenden bzw. erst gar nicht zu beginnen.

Meine positiven Erfahrungen mit Headhuntern, die mich über kostenlose Jobportale (Deutsch/Englisch) angesprochen haben

Diese Portale haben mich sehr angenehm überrascht. Auch hierüber habe ich unpassende Anfragen erhalten, wobei es sich sogar um die Mehrheit handelte. Diese Anfragen stellten zumeist das klassische “das Gleiche woanders” dar. Doch durch die Minderheit der guten Headhunter kamen immer die besten Interviews zustande. Ich muss aber zugeben, dass meine positive Meinung nur für branchenspezifische Jobportale (Finanzen) gilt. Die bekannten kostenlosen Jobportale, ohne spezifische Branchen, waren für mich und meine Jobsuche vollkommen nutzlos.

Meine eigenen aktiven Anstrengungen

Natürlich habe ich mich auch selbst aktiv auf viele Stellen über kostenlose und kostenpflichtige Portale beworben. Jedoch muss ich zugeben, dass diese Bewerbungen für mich nicht gut liefen. Dies lag entweder an mir oder dem jeweiligen Unternehmen. So habe ich beispielsweise erlebt, dass es sich bei dem Job tatsächlich nicht um das handelte, was in der Ausschreibung stand. Durch meine eigenen Nachforschungen bin ich auf einen sehr guten Headhunter gestoßen. Dieser hat mir auch das Interview für meinen neuen Job vermittelt. Es hat sich zumindest für mich gelohnt, einen guten Headhunter selbst herauszusuchen und anzusprechen.

Insgesamt waren die Headhunter, die mich angesprochen haben, zu 90 bis 95 Prozent nutzlos. Doch über den Rest habe ich die entscheidenden Interviews erhalten. Hier gilt es einfach zu filtern und mit den Besten zusammenzuarbeiten. Ohne Headhunter hätte ich kaum eines der Vorstellungsgespräche erhalten. Dabei habe ich nur einen Bruchteil meiner Interview-Erfahrungen in den hiesigen Blogbeiträgen geschildert.

Somit rate ich zur Zusammenarbeit mit Headhuntern – wenn auch mit Vorsicht. Falls man einen Job wechseln möchte und sich nicht mit “dem Gleichen anderswo” anfreunden kann, dann sind sie nahezu unverzichtbar. Headhunter können zwar keine persönlichen Kontakte ersetzen, aber wenn diese fehlen, dann sind sie die nötige “Brücke”.

Ich wünsche Euch allen viel Erfolg bei der Suche nach Eurem Job, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Kommentare (1)

Comments
  1. Was das 90/10 Verhältnis der schlechten und guten Headhuntern angeht, so kann ich dem anonymen Blogger nur zustimmen. Es ist heutzutage relativ einfach sich als freiberuflicher Personalberater in diesen Markt vorzustoßen und der Markt wimmelt nur so von den IchGmbHs. Daher ist die neue heiße Ware die zwischen Kollegen heutzutage, wie früher auf dem Schulhof die Fußballkarten bzw. -Aufkleber, ausgetauscht wird – Headhunterkontaktinfos. Ich selbst, bin meinem Ex-Kollegen zutiefst verbunden für die Vermittlung zu einem guten Headhunter, der mir zu meinem Traumjob verholfen hat. Daher wäre mein Ratschlag sich erst bei vertrauten Kollegen bzw. Bekannten umzuhören, ob nicht doch irgendwo die “heiße Ware” im Umlauf ist.

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