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Commerzbank kommt bei der Sanierung voran

Mit einem Nettogewinn von 708 Mio. Euro im ersten Quartal ist die Commerzbank gut ins neue Jahr gestartet. Damit wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 473 Mio. Euro deutlich übertroffen, wie aus dem heute (6. Mai) vorgelegten Zwischenbericht hervorgeht. Im Vorjahreszeitraum hatte das strauchelnde Institut noch einen Verlust von 864 Mio. Euro verkraften müssen.

Investmentbanking wieder in Gewinnzone

Auch bei der Commerzbank erwies sich die Investmentbanking-Sparte Corporates & Markets mit einem operativen Gewinn von 339 Mio. Euro als Geldmaschine. Im Vorjahreszeitraum war in dem Bereich noch ein Verlust von 371 Mio. Euro angefallen. Dagegen sanken die Gewinne in der Mittelstandsbank um 5,6 Prozent auf 302 und im Privatkundengeschäft um 33% auf 28 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand konnte um 8 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro verringert werden. Ebenso fiel die Risikovorsorge deutlich geringer aus. Die Kernkapitalquote belief sich auf 10,8 Prozent.

Ebenso kam der Kahlschlag bei dem Personal voran. Die Commerzbank hatte im Zuge der Integration der Dresdner Bank angekündigt, 9000 Stellen weltweit abbauen zu wollen. Mithin mussten binnen Jahresfrist über 6200 Mitarbeiter die Bank verlassen.

Im Ausland werden besonders viele Arbeitsplätze abgebaut

Die Zahl der Commerzbank-Beschäftigten verminderte sich weltweit um 9,2 Prozent auf 61.270. Dabei waren die Regionen indes recht unterschiedlich betroffen: Während in Deutschland der Kahlschlag mit -4,7 Prozent auf 45.946 vergleichsweise moderat ausfiel, sank die Beschäftigtenzahl im Ausland stark um 20 Prozent auf 15.324.

“Wir sind noch nicht am Ziel, aber das gute Ergebnis zeigt: Mit der Roadmap 2012 sind wir auf dem richtigen Weg. Wir haben unsere operative Performance deutlich verbessert. Damit haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollen Profitabilität erreicht”, sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing.

Für das Gesamtjahr gab Finanzvorstand Eric Strutz einen verhalten positiven Ausblick: “Das Umfeld ist weiter fragil, und Rückschläge sind nicht auszuschließen. Man kann ein gutes erstes Quartal nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. Deshalb bleibt es bei unserer Aussage: Im Gesamtjahr 2010 werden wir im Konzern nur dann schwarze Zahlen sehen, wenn Konjunktur und Finanzmärkte mitspielen.”

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