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Frankenstärke kostet 150 Arbeitsplätze bei Julius Bär

Die Frankenstärke kostet immer mehr Opfer. Jetzt kündigte die Zürcher Privatbank Julius Bär an, die Kosten bis spätestens 2013 um 40 Mio. Franken senken zu wollen. Laut dem am heutigen Montag (14. November) vorgelegten Zwischenbericht für die ersten zehn Monate des Jahres entfallen davon allein 30 Mio. auf das Personal. Damit wird die Axt an 150 der weltweit 3600 Arbeitsplätze gelegt. Weitere 10 Mio. Franken sollten bei der IT und im Sachaufwand eingespart werden.

Julius Bär führte das Restrukturierungsprogramm auf den starken Franken und das anspruchsvolle Geschäftsumfeld zurück. Während die Erträge hauptsächlich in schwachen Euro oder US-Dollar generiert würden, würden die Kosten in starken Schweizer Franken anfallen.

Den Aufwand für die Restrukturierung bezifferte die Bank auf 50 Mio. Franken, die einmalig in 2011 wirksam würden. Die Kostenertragsquote belief sich von Januar bis Oktober auf 67,6 Prozent und verbesserte sich damit geringfügig gegenüber dem ersten Halbjahr 2011.

Dennoch scheint das Geschäft nicht allzu schlecht zu laufen. Laut eigenen Angaben verzeichnete Julius Bär einen Nettoneugeldzufluss von etwa 6 Prozent und verwaltete somit per Ende Oktober Kundenvermögen im Wert von 166 Mrd. Franken. Dazu hätten neben den Schwellenländern auch Privatkunden in der Schweiz und Deutschland beigetragen.

Die Staatsanleihen kriselnder Eurostaaten stellen für die Zürcher Bank unterdessen kein Problem dar: “Die Julius Bär Gruppe bewirtschaftete ihre Bilanz weiterhin konservativ und hat keine griechischen, italienischen, spanischen, portugiesischen oder irischen Staatsanleihen in ihren Büchern.” Zu dem Übernahmeangebot für die Basler Bank Sarasin bezog Julius Bär keine Stellung.

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