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Würden Sie Ihr Blackberry gegen ein iPhone austauschen?

Der Aufstieg des Blackberry – oder “Crackberry”, wie es auch liebevoll genannt wird – zum beliebtesten Smartphone von Bankern ist ein zweifelhaftes Vergnügen. Einerseits erlaubt es Ihnen auch außerhalb des Büros auf dem Laufenden zu bleiben, andererseits wirkt die blinkende Leuchtdiode wie eine Sirene, die auf das Checken von Emails auch zur unchristlichsten Stunde hinweist.

Doch für die Rolle als DAS Handy in der Geschäftswelt gibt es mittlerweile einen Herausforderer. In diesem Sommer kam heraus, dass Standard Chartered das Blackberry zugunsten der geschmeidigeren Alternative von Apples iPhone aufgibt, bei dem nur noch ein App fürs Bügeln der Socken fehlt.

Werden andere Banken dem Beispiel folgen? Leider scheint die Antwort ein laut widerhallendes Nein zu sein – zumindest bis auf weiteres. Von den Banken, die wir befragt haben, bieten Barclays Capital, Nomura und Royal Bank of Scotland ihrem Personal kein iPhone an, während Bank of America Merrill Lynch, Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS jedweden Kommentar abgelehnt haben.

Doch wie lange kann das Beinahe-Monopol von Blackberry noch andauern? Denn an der Popularität des iPhones kann kaum gezweifelt werden. So ist der Absatz von 3,8 Mio. im ersten Quartal 2009 auf 8,3 Mio. von Januar bis März 2010 laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner geklettert.

Obgleich eine großflächige Einführung bei den Unternehmen des Bankensektors unwahrscheinlich erscheint, werden sie offensichtlich von Anfragen einzelner Angestellter überflutet, die das Kleingeld des Unternehmens für ihr eigenes iPhone nutzen möchten.

Dennoch ist Blackberry kein Nachzügler bei den Verkaufszahlen – Blackberry-Hersteller Research in Motion hat im Geschäftsjahr 2010 37 Mio. Geräte ausgeliefert, was 40 Prozent mehr sind als im vorausgegangenen Jahr.

Blackberry ist immer noch die dominierende Kraft im Finanzdienstleistungssektor, hat beispielsweise James Powell gesagt, der bei Thomson Reuters für Technologiefragen verantwortlich ist. “Ich denke, Sie sind verrückt, wenn Sie über einen Austausch aller Blackberrys sprechen”, sagt Powell.

Müssten Sie schon durch einen chirurgischen Eingriff von Ihrem Blackberry getrennt werden, bevor Sie eines dieser neumodischen iPhones in Betracht ziehen würden? Oder ist es an der Zeit, das Monopol des Blackberrys in der Bankenwelt aufzubrechen? Wir freuen uns auf Ihre Ansichten…

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